222 Log Interview Maggie Nicols
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222 Log Interview Maggie Nicols
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222 Log Interview zu Lily Greenham
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224 Log 250324
250310 Froschaugasse
Tobias Gerber zu www.thevoiceandthemachine.com
was wird gemacht und warum?
Einladung einzelne Einträge zu lesen
Überraschungspotential
Leerstellen
– das Thema von www.thevoiceandthemachine.com verliert sich
– unterminiert, aus was sie sich bezieht
– Bezug zu Aufschfreibesysteme ist zuwenig präsent
– weitereVerweisebene, die die Anbindung an das Thema stärkt?
– gut ist es ist keine Hypertextorgie
– unterschiedliche Materialien
– lose Enden
die Plattform als Materialsammlung
– diesen Aspekt durch Einträge im Sinne eines Kommentars im zeitlichen Abstand verdeutlichen
– Logs im Lauf der Zeit kommentieren
– im Sinne der Überarbeitung, des Weiterarbeitens
– mit der Frage, welche persönliche Bedeutung die Einträge haben
– kommentieren, aber nicht verlinken, weil Links von der Seite wegführen
Performances im Rahmen des Forschungsprojekts
– das kommt nur nach und nach zu Tage
– das sollte hervorgehoben werden
Profil
– es wäre hilfreich das Profil der Verfasserin studieren zu können
– zB die eigene www.doch.ch
– braucht einen prominenteren Platz
– die Methodik wird begreiflicher, wenn man versteht, wer so vorgeht
– persönliche Vorgehnsweise zB die Fotos von den Forschungsorten /Performances als Teil des Forschungsprojekts würden sich besser erschliessen, denn dort wuchert es
– zB Audioscoring der Ultra-Lettristen, das fehlt, unbedingt uploaden, das ist es, das ist die Forschung
Übersicht / Überblick
– keine endlos lange Texte
– gut
Rahmen/Führung
Einführung und Kurztexte müssen ineinandergreifen, bzw übereinstimmen
zB sind es nun musiktheoretische Reflexionen oder Konstellationen?
Fotos, welchen Status beanspruchen sie?
einerseits wuchernd, andererseits öffnen sie den Raum, als frei flottierendes Element toll
Korr
zB Log 012: sind das Zitate? es muss nicht proper sein.
Aber wenn jemand das Material brauchen will, dann halt doch:
was ist paraphrasiert, was ist abgeschrieben?
Leere Stimme in der Einführung und Kurztext zu Kapitel stimmen nicht überein
Bezüge müssen geschlossen sein, ineinandergreifen.
zB Log 174 Eichenberger, was ist mit 2021:51 gemeint
Bibliographie fehlt zum Schluss der Eintragung oder in der Spalte
markieren der Arbeiten die fertiggestellt sind
164 Log 2310017
Interview with James Fei
October 17th, 2023, Mills College/Northeastern
Abstract
164 Log 231007_16 Interview
Ramón Sender and Judy Levy–Sender
October 7th 2023, via ZOOM
October 16th 2023
3922 23rd Street, San Francisco
Interview with Ramón Sender and Judy Levy–Sender, pdf
Ramon Sender (*1934 Spain) is a composer of electronic music, well-known writer of fiction and memoirs, communal archivist and artist and has been working as Clown Zero. He studied piano with George Copeland and composition with Elliott Carter, Harold Shapiro in New York, with Robert Erickson at the San Francisco Conservatory of Music and at Mills College with Darius Milhaud. Together with Morton Subotnick he founded The San Francisco Tape Music Center in 1962. Judy Levy-Sender worked as a SFUSD teacher of ESL-Bilingual education to junior and senior high schooler, she is a ‘wrartist’ drawing and writing lines ‘whimsical and otherwise’.
Ramon Sender is one of the founding members of the San Francisco Tape Music Center (SFTMC), alongside Pauline Oliveros and Morton Subotnick. The Sonic Series, a precursor to the SFTMC, was conceived as a presentation format for Robert Erickson’s composition class. These were “bring your own speaker” concerts. According to Sender, listening to loudspeakers only, something would have been missing, which is why the Sonic Series were multimedia events. In the SFTMC, tape music was experimentally staged.
Ramon Sender (*1934 Spanien) Komponist elektronischer Musik, Schriftsteller, Archivar und Künstler, Auftritte als «Clown Zero». Er studierte Klavier bei George Copeland und Komposition bei Elliott Carter, Harold Shapiro in New York, bei Robert Erickson am San Francisco Conservatory of Music und am Mills College bei Darius Milhaud. Zusammen mit Morton Subotnick gründete er 1962 das San Francisco Tape Music Center.
Judy Levy-Sender arbeitete als SFUSD-Lehrerin für ESL-Zweisprachigkeit in der Mittel- und Oberstufe und ist eine „Künstlerin“, die „skurrile und andere Linien“ zeichnet und schreibt.
Ramon Sender ist neben Pauline Oliveros und Morton Subotnick eines der Gründungsmitglieder des San Francisco Tape Music Center (SFTMC). Die Sonic Series als Vorläufer des SFTMC waren ursprünglich ein Präsentationsformat im Rahmen der Kompositionenklasse von Robert Erickson. Als «bring your own speaker» Konzerte waren die Sonic Series von Beginn an multi-mediale Ereignisse – pure Lautsprechermusik, da hätte etwas gefehlt, so Sender. Im SFTMC wurde mit Tonbandmusik szenisch experimentiert.
131 Log 231006
David Bernstein Interview
October 6th, 2023
Littlefield Concert Hall
Mills College/Northeastern Campus
Professor of Music David Bernstein is an acclaimed scholar in Western Music Theory and current musicology. He is the editor of the renowned book on early electronic music: The San Francisco Tape Music Center: 1960s Counterculture and the Avant-Garde. Professor Bernstein has also served as the Head of the Music Department at Mills College.
Interview David Bernstein 231006.pdf
Abstract
David Bernstein rollt die Geschichte des San Francisco Tape Music Center (SFTMC) nach dem Umzug von der Divisadero Street ins Mills College auf. Das neu gegründete Center for Contemporary Music (CCM) am Mills College bezeichnet Bernstein als “ground zero” der experimentellen Musik der Westküste. Kompositionen mit Tonbandmaschinen und elektronischen Gerätschaften stehen im Zentrum einer Musik als “community enterprise,” von improvisatorischen Praktiken und “thinking in multiple temporalities.” Mit der Übernahme des Mills College durch die Northeastern University gehört das der Vergangenheit an.
David Bernstein revisits the history of the San Francisco Tape Music Centre (SFTMC) after its move from Divisadero Street to Mills College. Bernstein describes the newly founded Centre for Contemporary Music (CCM) at Mills College as the ‘ground zero’ of experimental music on the West Coast. Compositions with tape machines and electronic devices are at the centre of music as a ‘community enterprise,’ of improvisational practices and ‘thinking in multiple temporalities.’ With the takeover of Mills College by Northeastern University, this is now a thing of the past.
129 Log 230912 writing music
Sybille Krämer: Aspekte einer philosophischen Therie der Schrift
Ringvorlesung
writing music – Zu einer Theorie der musikalischen Schrift
→ Interdisziplinäre Ringvorlesung am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung, 20.10.2016 (1)
Universität für Musik und darstellende Kunst
Wien 2016/17
Sybille Krämer
Zu einigen Aspekten einer philosophischen Theorie der Schrift
Einführung
Zum Schriftkonzept im Sinne der aufgeschriebenen mündliche Sprache
und zum Potential des Schriftkonzepts
Töne erklingen und verschwinden, wie der sprachliche Laut
Existenz, die im Verschwinden besteht
Aufzeichnung wird entscheidende Technik
ist Schrift sekundär?
sekundär = Defizit
Grundbaustein der Musik ist der Klang. Klang ist nicht allein bestimmt als etwas Hörbares, sondern auch durch das Verhältnis eines Klanges im System der Klänge, die erklingen, also auch bestimmt durch das, was nicht erklingt
= Systemgedanke, die Basis ist nicht die erklingende Musik, sondern die aufgeschriebene Musik
Frage: welche Bedeutung hat die Tatsache, dass die Musik aufgeschrieben / aufgezeichnet wird? Ist die Schrift etwas Bestimmendes und imprägniert sie die Musik? Braucht die Musikwissenschaft eine Oralitätsdebatte?
Was macht Schrift?
Worin liegt die Attraktivität der Schrift, der artifiziellen Flächigkeit?
Das was Schrift ist und leisten kann in 4 Geschichtspunkte geordnet
– Räumlichkeit
– das Graphische (Graphismus)
– das operative Potential
– Affinität von Schrift und Maschine (Komputer)
Schrift ist vergl. wichtig wie die Erfindung des Rads
wie das Rad für Mobilität der Körperlichkeit steht, so die Schrift/artifizielle Flächigkeit für Mobilität und Kreativität
Räumlichkeit der Schrift
These: die Zweidimensionalität als Denkwerkzeug (Kulturtechnik der Verflachung) ist entscheidend. Aber Oberflächlichkeit wird diskreditiert(?) (Tiefgang ist wichtig). Dabei haben wir den inskribierten Flächen so viel zu verdanken (heute Smartphone!)
– Töpfertochter Butades bannt die Gestalt ihres Liebhabers durch den Schattenriss an die Wand.
– Zeitmessung der Sonnenuhr durch Schattenwurf
– das Höhlengleichnis, für Platon ist der Schatten defizitär
= Schatten verwandeln das Volumen in eine Fläche
Gibt es etwas wie Schatten in der Welt des Auditiven?
Graphismus der Schrift
Linie = Potential der Abbildung + Potential der freien Kreation / Projizieren von etwas das besteht + den Entwurf, der noch in keiner Weise ein Vorbild hat in der Welt (und ev. nie haben wird)
Operatives Potential der Schrift
Wenn die Schriftanordung räumlich ist, dann ist eine Zeitachsen Umkehr möglich. Der Mediendenker Kittler hat seinen Medienbegriff an diese Gegenheit gebunden. Für Kittler ist der Körper kein Medium. Der Körper ist der Irreversibilität der Zeit mehr oder weniger unentrinnbar unterworfen.
Auf den artifiziellen Flächen haben wir einen Sonderraum entworfen mit der Option die Irreversibilität der Zeit zu bannen.
Über den Spielbegriff nachdenken: Musik ist ein Spiel, Sprache ist ein Sprachspiel. Über Musik nicht in den Kategorien der Sprache nachdenken, das geht für SK nicht, aber Spiel, ja! Spiel heisst etwas lässt sich hin und her bewegen: Lichtspiel auf dem Wasser, die Schraube hat Spiel. Ohne Ziel. Spielräume. Kein zweckorientiertes Produkt. Die artifizielle Fläche lädt ein zum Spiel, Umkehrbarkeit praktizieren und erfahren.
Das Mechanische der Schrift / Affinität von Schrift und Maschine
Alles was diskretisierbar ist, kann auf eine Maschine übertragen werden.
Als erste Programmiererin gilt Ada Lovelace (1815–1852, Mathematikerin, London) (Berechnung der Bernoulli Zahlen). Sie arbeitete mit Charles Babbage an einer universalen Rechenmaschine. Tiefe Verwandtschaft der Schrift mit dem Tabellarischen und dem Diagrammatischen. Schrift ist mehr als eine lineare Aufzeichnungstechnik, sie ist mit der Zweidimensionalität im Bunde. Tiefe Affinität zwischen Schriftlichen und dem Mechanischen
Schluss
Derridas Grammatologie als Dia(?)-Grammatologie weiterentwickeln/entfalten um das Potential der Schrift aufzudecken.
Vieldimensionales Schriftkonzept, in dem die Schrifttechniken in ein grösseres Ganzes einer Kulturtechnik der Verflachung einordnen, dazu gehören auch Grafen und Diagramme, Karten, Tabellen, dazu gehören auch musikalische Schriften.
Schrift bezieht sich auf verschiedenen Referenzobjekte (Sprache, Zahlen, musikalische Zeichen)
Grafische Notation der NM
Die Schrift des Musikalischen
Wie klangliche Innovation und Medieninnovation zusammengehen
Den Alphabetismus der musikalischen Schrift kritisieren:
Descartes und das Koordinatenkreuz macht das Blatt zu einem adressierbaren Raum, Descartes erfindet die analytische Geometrie, Koordinatenkreuz, vorher seine Musikdiagrammatik, geometrische Formen für das Klanggeschehen)
Die Schrift hat die Eigenschaft das Werk hervorzurufen. Urheberschaft an einem Werk, das nicht verschwindet, das tradierbar wird. Der Werkbegriff ist auf engste Weise verwoben mit der Schrift. Mit der Möglichkeit Musik zu schreiben entsteht der Autorenschaft. Zu archaischen Zeiten hatte Musik hatte keinen Autoren. Literatur entsteht mit Autoren, so auch in der Musik. Für Earl Brown werden die Interpreten zu Mitautoren, es gibt nicht zwei identische (gleichklingende) Aufführungen. Brown Subversion des traditionellen musikalischen Notationssystem ist auch eine Subversion der traditionellen musikalischen Autorschaft.
Mit der Karte navigieren in der Stadt. Die Karte wird aufgeführt, wieder umgesetzt in die 3dim? Ist das vergleichbar der Interpretation der Musiknotation in der Aufführung, eine Umsetzung in die 3.dim.
Zeit ist eindimensional, Lebensraum ist 3dim, die Zweidimensionalität ist eine Übersetzung, ist angesiedelt im Dazwischen, das eine in das andere transformieren, sie ist eine Passage, eine die alles verändert. Das Notenblatt verändert alles, auch unser Hören?Die Zeitumkehr kann gedacht werden, aber aufgeführt?
Es geht um Schriftkonfigurationen.
Rechnen konnten früher nur die Mathematiker, mit dem Dezimalsystem wurde rechnen es allen zugänglich zu einer Alltagstechnik. Es geht um Kontrolle und Kreativität, Überschuss und Disziplin
Intransitiver Spielbegriff: etwas spielt: ein Lächeln auf den Lippen, das Spiel der Lichter auf dem Wasser zum intransitiven Musikbegriff: die Saite bewegt sich, Spiel = das Hin und Her einer Bewegung, die Saite schwingt = Quelle des Schalls/Musik
Im Hin und Her der Schwingung schwingt die Vorstellung der reversiblen Bewegung mit: das Vor und Zurück, als könnte die Zeitachse umgedreht werden.
076 Log 230131 Mills College
Mail to Mills
Application: Unterlagen im Archiv
Subotnick (*1933, lebt Los Angeles)
Oliveros (1932–2016)
Ramon Sender (*1934)
230131
Mills: Archiv der Tonbandmaschinen und Electronic Musical Instr. des SFTMC?
Mills College Facilities
die Webseiten zum Electronic Musik Studio M und D sind eingestellt
Historic Mills College & Center for Contemporary Music Closing
Mills wurde von der Northeastern University übernommen
Vgl. Interviews mit David Bernstein und James Fey
Vgl. Lieu de Recherche
Electronic Music, Studio M
The Electronic Music Studio houses early voltage-controlled analog synthesizers, including a Moog IIIP and the very first Buchla 100 ever created. It also features Focal monitor speakers.
Moog Synthesizer
Buchla Electronic Musical Instrument
Dubbing & Editing, Studio D
The Dubbing and Editing Studio is used for introductory multi-track and editing projects, where students can transfer recordings between various standard two-track formats. The studio includes an iMac with Pro Tools and Waves plug-ins, Focal monitor speakers, a turntable, a CD recorder, cassette recorder, a DAT machine, 1/4″ two-track recorders, a 1/2″ four-track recorder, an Otari 1″ eight-track recorder, and an ADAT eight-track digital recorder. A large array of high-quality microphones are available for those working in this studio.
1/4″ two-track recorders
1/2″ four-track recorder
Otari 1″ eight-track recorder
075 Log 230124 Simone Rist
Prägend für Leben und Werk der in Frankreich geborenen Sängerin und Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Simone Rist ist die Begegnung mit Pierre Schaeffer im Rahmen der GRM (Groupe de Recherches Musicales). Ihre Zusammenarbeiten mit den Komponisten Josef A. Riedl, Berio, Luigi Nono, Pierre Boulez und allen voran John Cage und Merce Cunningham begründeten ihre Karriere als Konzertsängerin Neuer Musik.
Worldcat
Neue Musik Zeitung:
Rückblende: Vor 50 Jahren – 1971/01: Cage gibt das Komponieren auf
Mehr Sprachen, mehr Theater: Simone Rist
ZHDK-MIZ
Riedl
Galeriegeschoss: YT_16919
Untergeschoss: YS_1102
Ferreyra
Galeriegeschoss; YT_17034
PURA online
FERREYRA, B.: Rios del sueno / Medisances / L’Orvietan / Vivencias / Cantos de antes (La riviere des oiseaux) (Ferreyra)
Merci beaucoup pour vos bons vœux pour la nouvelle année, une bonne et heureuse année à vous aussi.
Suite à votre remarque, je me suis adressé à Radio Frankfurt pour demander des enregistrements de vous. J’espère avoir des nouvelles bientôt. Vous serez peut-être intéressée de savoir que de nombreux enregistrements de vous sont répertoriés sous ce lien :
Worldcat
[…]
Auf Empfehlung von Simone Rist geht eine Anfrage Radio Frankfurt
Radio Frankfurt Kontakt
keine Antwort
Weiterführende Links
029 Log 221208_230306 Entretien avec Simone Rist
108 Log 230824 Entretien avec Beatriz Ferreyra
74 Log 230123
History of Listening
Ana-Maria Ochoa Gautier
Gautier, Ana-Maria Ochoa: Aurality. Listening and Knowledge in Ninetenth-Century Colombia, Duke University Press, Durham and London, 2014
auf Empfehlung von CdG
– intellectual history of listening
– different “new” technologies that existed prior to the invention of the phonograph (Gitelman 1999, 2006), the trace left by different genres of inscription on the work of music making (Szendy 2008; Johnson 1995)
(Ochoa 2014:21f.)
– This book builds on such work but inverts the emphasis on the relation between the written text and the mouth (implied by the idea of the oral) by exploring how the uses of the ear in relation to the voice imbued the technology of writing with the traces and excesses of the acoustic.
Szendy, Peter. 2007. Sur écoute: Esthétique de l’espionnage. Paris: Minuit.
Szendy, Peter. 2008. Listen: A History of Our Ears. New York: Fordham University Press.
Szendy, Peter. 2009. “The Auditory Re- turn (the Point of Listening).” Paper presented at the conference Thinking Hearing, The Auditory Turn in the Humanities, Butler School of Music, University of Texas, October 2–4.