167 240516 wwwebdesign

Treffen mit RB, Webdesign, radiocity

Landing Page → Proprotionen

  • Balken soweit wie mögl. aus Bild
  • 2 Typo nicht mehr
  • Grössen Titel ≠ Problem

Kategorien (re)

  • Zeilenumbruch ≠ Problem

232 Log 250703
OCFL-Report, BLOM, ePub etc.

250703 Treffen mit Tabea Lurk, Mediathek, FHNW, Basel
www.thevoiceandthemachine.com
– gilt als kuratierte Daten
– Metadaten auch durch Kontext
– in einem Repository «zerbricht» die Webseite
– Archiv-Kapsel, Clusterobjekt generieren
– ePub as add-on
– Versionierungen
– geschlossene Werke zusätzlich auf spezifischen Plattformen publizieren: eigener Vimeo-Kanal, Perf.Plattform, e-PubCollection
– Hochschulen machen kein Hosting
– OCFL-Report, Archiv-Kapsel, ePub, Webrecording
– account erstellen


aus dem Mail von Tabea Lurk
250703 (→ Archiv)
Begriffserklärungen und Anwendungen

Kacheln
Projekteinstieg und Möglichkeit, Links zu kuratieren
Aufgezeichnete Websiten

OCFL-Kurzbericht / Report
–        Oxford Common File Layout
–        ZIP format, das normiert ablegt, archivkonform
–        Änderungen wurden in den internat. standard aufgenommen
Zenodo
– disziplinübergreifendes Repository
– das auch Forschungsdaten als Datentyp unterstützt
– vom CERN betrieben wird und vom SNF anerkannt wird
BLOM
–        Binary Large Objekt
–        kann normalerweise nicht angucken werden
–        z. B. eine Datenbank, die nur eine Datei ist aber keine Suchoberfläche hat etc. oder eine virtuelle Maschine (= datei), die ein altes computersystem simuliert bzw. virtualisiert und in dem laufen dann die Programme. Aber wenn man keinen Player für die VM hat, kann man nicht direkt drauf zugreifen…
ePub
–        interaktivere Form von PDF
–        die medien auch multimedia besser aufnehmen kann als PDF
–        dadurch aber schwer wird und lang braucht, bis es geladen wird.
–        Voraussetzung: Player-App / Kindl, um ePubs zu lesen.
–        keine community für die Online-Präsentation, daher gibt es limits

 

231 Log 241204-250603
Forschungsfenster V_Feedbacks

  • Kommentare 250331Muda
    Lass andere sagen, was künstl. Foschungs ist und was nicht
    → Selbstzensur…
    Wann hast du aufgegeben gegen Scoring zu sein?
    → Gar nichtAndrea
    Scoring, steht das für Score schreiben/aufzeichnen oder steht es für die Umsetzung des Scores?
  • score erstellen oder umsetzen?
  • Score = Aufzeichnung, Verschriftlichung
  • Scoring = Umsetzung
    → so geht das nicht, sowohl das eine wie das andereC
    Raum wechseln für Perf.
    Die Scores zeigen und nicht herumreichen, wird unruhig
    viel Arbeit, grosses Programm – abgespult
    Perf. von [ort] – mehr auf den Punkt, warum?

 


Feedback CC
Perf

  • Frage: Vortrag und Perf in verschiedenen Räumen?
  • Vortrag war lang (1Stunde)
  • mehr Bewegung! Leute nicht sitzen lassen für Perf, das war grundsätzlich nicht ideal, wie vor einer Bühne zu sitzen
  • Eine grundsätzliche Frage, die geht Perf mit dem Raum um?
  • Bestuhlung – eher nicht. Am Boden sitzen und in der Nähe sein (wie Luzern)
  • Frage ist eher der Übergang vom einen ins andere

Vortrag / Scores:

  • Gut, mit dem Material zu beginnen, dass alle sitzen weniger, alle um den Tisch versammeln
  • näher den Scores, die Scores herumreichen war nicht ideal
  • Wenn etwas auf einem Tisch präsentiert wird, wie wird das gezeigt?
  • Mit den wenigen Leuten um den Tisch herumzustehen wäre sehr wohl möglich gewesen

Schluss:

  • War gut, am Schluss die theoretischen Seiten vertiefen

Was ist ein Log?

  • Das wurde nicht gut erklärt, darum auch die Frage von Andrea
  • Die Logs sind wichtig – auch dazu könnte man Material mitbringen…
  • Der Zettelkasten wurde nicht gut erklärt
  • Liste als Struktur

zu privat?

  • Nein es war interessant
  • Alle etwas näher rücken?
  • Es war kaum lesbar, was gebeamt wurde
  • Zusammenfassungen waren wichtig, gut
  • Abkürzen mit den Beispielen

Rolle als Talkmasterin

  • interessant
  • lebendig
  • viel, aber ok

geschwätzig?
Nein, war es nicht

Perfs im Vergleich I-IV

  • nicht ganz konzentriert
  • Problem der Müdigkeit?
  • abgekürzte Version?
  • wichtig, dass das Gedicht vollständig ausgelegt wird, das ist wichtig!
  • Wellrock war diesbezüglich nicht konsequent und Basel auch nicht
  • Singen: wie sieht das Werkstück als Körper aus?
    wieviel Bewegung kommt dazu, Tanz, singen, POP
    in Basel besser als im Wellrock.
    Singen = das Werkstück in mir singt
    Werkstückt → zur Körperlichkeit finden

Was wurde nachher beim Essen besprochen?

  • Muda, es ist dein Ding, ob du es künstl. Forschung nennst oder nicht, es steht in deiner Macht. Sich nicht sich selbst draus halten, um der Kritik auszuweichen. Künstl. Forschung sucht Konsolidierung, was dazugehört und was nicht, nichts ist unumstösslich, sakrosankt
  • Andrea: scoring heisst einen Score machen oder einen Score ausführen?

250504 Feedback Andrea

  • Was bleibt
  • Zum Vortrag
  • Zur Perf
  • Zshang Perf_Lecture

nicht vergessen: Problem der Anonymisierung
Frage wie Namen im Logbuch auftauchen
AS, A, Andrea, Andrea S

Feedback Andrea

  • mit der Webseite verweilen – gut
  • Perf als Doku – live-Doku

Gertrude Stein:

Elke Erb

  • Sängerin kann dabei sein
  • obwohl ihr Interesse der Entstehung der Sounds gilt
  • Sängerin gelassen & lässig, bedeutend
  • Erinnerung an Giswil (Song)
  • der Körper schwingt mit (angenehm)

Nancy

  • geht in die Geräusche
  • auch im Gesicht
  • Nancy liegt darunter
  • liegt allem zum Grund
  • macht den Mund auf
  • und jetzt geht er weiter auf
  • Nancy hält die Fassade: Mischung v. reden und Gesicht

Christl

  • mit Fantasie begabt
  • deshalb muss nichts ausgeführt werden
  • es ist immer alles schon da
  • vertrauensvoll als Kuratorin
  • Wertschätzung des Prozesses

zB also die Produktionsseite und nicht das Werk
Zusammenhang Lecture-Perf

  • 2 Teile
  • Perf wird auch Teil der Webseite
  • wo ist das Tonband?
  • Txt → Linearität
  • Sprung?

 


Feedback Chris
Vortrag

  • freier, performativ, sich bewegen
  • heitere Bewegung
  • Freiheit im Forschungsfeld als Künstlerin
    eigene Forschung zu interpretieren
    auch räumlich
    spielerisch

Vgl. Cs Erfahrung als Kuratorin im Kasko

  • Helga Broll
  • wann Kasko überhandnimmt, sich reingepresst fühlen
  • Ambivalenz
  • „Theorieachsen“ – Ute Holl schafft den ganzen Diskurs, als Grundlage – Diskurs ist Echo, Diskurs im Hintergrund, versiert, die eigenen Grenzen kennen
  • Erfahrung und Gelassenheit
  • Diverse Interessensgebiete, wissenschaftskritische Arbeit
  • Melancholie der Ausdünnung des Wissensfeldes
  • Verdinglichung ← → Leben

Fazit: kleine Melancholie der Ausdehnung des Wissensfeldes

Perf
aus dem was sich so zuträgt
Elke Erb

  • Schub(?) mit der Vorlage von EE mit KI
  • eigenes Schreiben ausprobieren

Durban

  • Künstlerinnen Buch
  • eine Liste von Eigenschaften & Verfahrensweisen
  •  Merkzeichen Komplex: Künstlerin als Textform(?)

Fazit: Crossmapping, zwei verschiedene Felder zusammenzuführen

 


Fotos und Videos im Archiv

225 Log 250407–250710
Open Research Data & Forschungsdatenmanagement

Kurzschulungsmodulreihe zu Open Research Data & Forschungsdatenmanagement
Unterlagen zu den Präsentationen unter
225 ORD und DMP
– 250407 ODR_Prinzipien und Praktiken
– 250430 Datenmanagementplan DMP
– 250522 Organisation und Dokumentation
– 250605 Repositorien


07.04.2025 Prinzipien &Praktiken
– Open Science
– FAIR Prinzipien (findable, accessible, interoperabile, reusable)
– Repositorien
– Lizenzen
– Rechtliches
– Metadaten: technische und deskriptive
→ Swissguide, Open Metadaten Generator
– DMP
speichern eines pdf A


30.04.2025 Data Management Plan (DMP)
Unterlagen der ZOOM-Präsentation im Archiv

  1. was ist ein DMP?
    – was sind Forschungsdaten
    – es gibt keine Def. von Forschungsdaten
    – Nachvollziehbarkeit
    – Datenzyklus
  2. Bestandteile eine DMP
    – Datenerhebung und Dokumentation
    – ethische, rechtliche und Sicherheitsfragen
    – Datenspeicherung und Erhalt
    – Austausch und Zugänglichkeit

22.05.2025 Organisation und Dokumentation
Unterlagen der ZOOM-Präsentation im Archiv


250506
Coaching by Datastewardessen
Baumgartner Luise
Ambord Nora Christa

SNF
– Standarts und Empfehlungen und Erwartungen
– welche Daten gehören dazu → Relevanz

Grundprinzip

  • Daten mitliefern
  • in eigener Verantwortung: was sind Forschungsdaten
  • Auswahl treffen
  • viel Material anhäufen
  • repräsentatives Material

Langzeitarchivierbarkeit

  • Pdf A
  • Repositorien: Langzeitarchivierung, Wartung, Hosting

SNF

  • Webseite wird nicht als Publikationsform der Daten akzeptiert

Interviews

  • wie werden sie publiziert?
  • transkribiert?

Anonymisierung nur, wenn es auch tatsächlich anonym bleibt

  • zB wäre es ein Einfaches herauszufinden, wer als Daten-Steward(essen) mit mir zu tun hatte

3 Punkte

  1. öffentliche Forschung: Öffentlichkeit hat Anrecht an den Daten (das soll keine Schikane sein)
  2. Empfehlung: nicht versuchen, als www akzeptiert zu sein
    es braucht keine Verdoppelung
    alles ablegen und archivieren
    Langzeitarchivierbarkeit
    schlanke Auswahl
  3. Webseite ist organisch

Repositorien
= doi
= Links
https://video.alexanderstreet.com/channel/academic-video-online?q=Woody%20allen&sort=relevance
https://www.dariah.ch/web-services
https://www.epfl.ch/campus/library/wp-content/uploads/2019/09/EPFL_Library_RDM_FastGuide_All.pdf
https://www.dasch.swiss/


250605
Repositorien im Kontext von ODR
Unterlagen der ZOOM-Präsentation im Archiv

  • Metadaten sind wichtig, was sind metadaten?
    was, wer, wie
  • Qualitätskriterien bez. Repositorien des SNF
  • doi-Adresse ist entscheidend
  • Eingabemaske
  • Emfehlung der BfH bez. Repositorien?
  • SwissUBase ist sehr populär…

 

219 Log 250221 Score-Denken

Workshop «Diffraction Works – Score Workings»
by OOR Saloon in collaboration with Irene Revell
Sunday 2.3.2025 at Walcheturm Zürich

«Diffraction Works – Score Workings»
Ausschreibungstext:
The event focuses on cosmologies of non-separability, attentive and situated listening, joint improvisation, reading and discussion. The format thinks itself diffractive with and through the scores as relational propositions for embodied political negotiations, as temporally non-linear possibilities of gathering otherwise.

Diffraction Works – Score Workings_1
Diffraction Works – Score Workings_2
Diffraction Works – Score Workings_4
Diffraction Works – Score Workings_5
Diffraction Works – Score Workings_5b
Diffraction Works – Score Workings_6
Diffraction Works – Score Workings_7
Diffraction Works – Score Workings_8
Diffraction Works – Score Workings_9
Diffraction Works – Score Workings_10
Diffraction Works – Score Workings_11
Diffraction Works – Score Workings_13
Diffraction Works – Score Workings_14
Diffraction Works – Score Workings_15
Diffraction Works – Score Workings_16
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Irene Revell
Her recent focus has been on the curatorial challenges posed by text instruction scores and related live ephemera, developing the workshop as a curatorial format amidst the wider notion of the embodied curator. She is interested in the development of such curatorial formats that may be iterative, extra-institutional, and of modest scale in terms of labour and other resources, she continues to research the use of text instruction in contemporary practices.
(zit n. Royal College of Art: Irene Revell und OOR Workshop)
weiterführende Links:
Her Noise Archive
Preemtive Listening

Alison Knowles und Annea Lockwood:
Score-Magazin-Projekt «Womens Work» (1975-8)
In 2019 with Primary Information Irene Revell republished Womens Work (eds. Alison Knowles & Annea Lockwood, 1975-8)
Irene Revell und Sarah Shin: Bodies of Sound: Becoming a Feminist Ear (Silver  Press, 2024)


Ausschreibung (Auszug)
How to hold attention collectively for a tiny moment in space-time?
Wie können wir gemeinsame Aufmerksamkeit für winzige Momente bündeln?
Score als temporäre Vereinbarung
niemals eine Einigung, sondern eine Einladung
Schmerz, Unbehagen, Unsicherheit, Missverständnisse werden angesprochen bevor sie auftauchen
ein vereinbarter gemeinsamer Erfahrungsraum

«Score-Denken»
politischen Ästhetik des Textscores
queer-feministisches und dekoloniales Zuhören
Behindertengerechtigkeit und erweiterte Formen der Praxis
Bsp: spekulative feministische Geschichten der Performance-Partitur
Textinstruktions-Arbeiten, vgl. Pauline Oliveros in den frühen 1970er Jahren
Form(en) von Text Scores und ihre Geschichtlichkeit stehen im Vordergrund


250303
Zusammenfassung und weiterführende Kommentare

situatives Hören ←→ analytisches Hören
Vgl. Recorder (Oliveros)
das Mikrophon (die Aufzeichnung) fokussiert nicht
während unser Hören störende Geräusche ausblendet (zB Flugzeuggeräusche)
weghören/wegschneiden/filtern

Musik
Diffraction: es geht nicht um Musik, sondern um geteilte Aufmerksamkeit für WINZIGE Momente
Partitur reduziert auf das Wesentliche
Video/Tape zeichnen ALLES auf
Fokus – stellt sich nachträglich, was ist wichtig?

der Score wird vorgetragen
um den Score auszuführen wird der Score vorgelesen
der Score, ungleich einer Partitur, kann nicht gleichzeitig gelesen und aufgeführt werden
der Score wird vorgetragen
wie spricht man zu 40 Leuten?
Versammlung vor dem Walcheturm unter der grossen Platane
in einem Kreis stehen
geschlossene Augen
eine Predigerin, die keine sein will und die sich unverhofft in dieser Rolle findet
liest vor
ausgestellt sein

Besucher/Zuhörer
Versch. Besuchende (IGNMVorsitzender(?), Mitveranstalter IGNM, Kurator Walcheturm)
Zuschauen/Besuch/Public werden ignoriert
eigentlich gibt es kein «aussen», es wird nichts geprobt, es sind keine Proben, weil es auch keine Aufführung gibt.
Bzw. keine Aufführung für ein Publ.
es geht ums Machen
merkwürdig unangenehm der Besuch
wird ignoriert
ansonsten wurde alles bedacht: auch eine Ruhezone
Unbeteiligter EH sitzt auf einem Stuhl
Was-ist-los?
der Score wird ausgesprochen leise vorgelesen, suggestiv, zart, empathisch
demonstrativ fein?
Müssten Scores auswendig gelernt werden, damit sie umgesetzt werden können?

Was ist mit den Zeitangaben?
nirgends eine Uhr
1 Minute, 2 Minuten, nur approximativ oder nicht?

auch drinnen sind die Score-Stimmen leise und weich
einschläfernd

Score
…einen Gegenstand in der Nähe in die Hand nehmen
seine Textur, sein Gewicht – was jetzt?
Textur oder Gewicht?
auch vor dem Walcheturm:
sich verbinden mit Tieren, Gräsern, Himmel
mit allen was (nicht?) da ist
oder liebhaben oder nicht lieb
sich verbinden – unverbindlich.
Warum nicht mit den Würmern?
Was kreucht und fleucht unter den Füssen
Vor lauter Auswahl keine Bestimmung, keine Ausrichtung
offen lassen zu offen lassend
im Sternzeichen der Ambivalenz
des Niemanden-mit-einem- Vorschlag einschränken

Space oder Raum oder Möbelierung
Die Räume bequem eingerichtet
eine Ecke um zu chillen, um sich zurückzuziehen
diese Vorsicht kippt zu einem Anzeichen könnte etwas hereinbrechen
Unwohlsein, Überforderung, ein langer Tag
wohlbedacht vieles vorwegnehmen und damit aber auch anwesend machen

Schluss
…dass alle vorbehaltslos mitgemacht hätten
da wäre keine Zurückhaltung spürbar gewesen, wie sonst oft
dass jemand, oft, öfters einzelne…hier, nein
well, es sind viele Leute und die einzelne Zurückhaltung zurückhaltend..

Fachjargon
Kein Fachjargon: decrescendo, pitch, was ist ein pitch?, ein Sound, Ton, Intervall, Puls, Rhythmus, keine musikspezifischen Begriffe herbeiziehen, um eine Partitur zu erklären. S’wird zwangsläufig langfädig, weil alles muss umschrieben werden. «Ich spiele nicht Klavier» they sitzen und drücken die Tasten. Nicht nur spielt they nicht Klavier (und tut es doch), they hört auch nicht was they spielen, damit beschäftigt die Töne zu drücken.
Es soll vermieden werden, dass jemand eine Erklärung braucht: was ist ein decrescendo? Anstatt einzuladen, dass die Leute hörend verstehen, was gemeint ist.

Scoring
Scoring ist allen zugänglich, keine Vorkenntnisse
im Workshop nennen sich die Vortragenden/facilitator
das hingehend ein Begriff der meine Alarmglocken läuten lässt.
Wie auch immer.
Lesend sind die Scores schwellenlos zugänglich
in der Aufführung gibt es doch wieder Dirigat, Zeigen und Zeichen und einige wenige die sich richtig freuen draufzuhauen.

109 Logbuch 230528 François Bayle

Begriffe, Unterschied zwischen perception auditiv und écoute?
Gibt es verschiedene Ansätze für die Spatialisierung von Musik?
Wo wurde was produziert : Aufnahmeorte ?
Musée de l’Homme

 

230529
Michael Gerzon and Ambisonics at Oxford
https://intothesoundfield.music.ox.ac.uk/

 

DIFFUSIONS

1979 „Le crirythme et le mégapneume (contrefaible)” (15′00), Concert manifeste
[…]
1950 41*5 / 10 (3′20), enregistrement chez M. Billaudot, juin.
Vous ne pourrez rien pour l’homme seule (4′00), enr. chez M. Billaudot, novembre.
1951 Improvisation – mégapneumes (6′30), enr. chez M. Billaudot, mai.
1953 Vive l’Internationale (4′30), enr. chez l’auteur, 1e janvier.

 

Daniel Teruggi (*1952)
on acousmatic music
https://www.youtube.com/watch?v=ipUoRpVK32s

  • note (discrète seprate sounds) ^= sound object (intellectual tool, cassification system)
  • not all the sounds are proper for music only the musical objects (later abandoned)
  • Ferrari worked with soundscapes / Schaeffer was against it, you cannot use theses kind of sounds
  •  Schaeffer hat die music concrète den Komponisten überlassen und sich…?
  • Bayle renamed the music concrète  acousmatic music

 

François Bayle (*1932)
Transkription des Notizheft
Avant de présenter mon projet.. un mot sur le festival Acousma

  • Nous nos sommes rencontrés au festival acousa – comment s’est déroulée cette dernière édition du festival, avez- vous eu des surprises?
  • L’acousmonium esti.il adapté à la salle de la maison de la radio ou se déplace-t-il aussi?

Zu unserem Forschungsprojekt

Schreiben mit Stimmen

In der musikwissenschaftlichen Analyse der Musik der Nachkriegszeit stehen traditionelle Notationssysteme im Zentrum. Die Werke werden in der Regel anhand von Partituren und deren Erweiterungen in Form von Legenden und Grafiken betrachtet, die eine fortschreitende Innovation des musikalischen Materials suggerieren. Dabei geraten allerdings vor allem die strukturellen Parameter der Musik in den Fokus. So wurden Werke, die sich technischer Verschriftlichungssysteme bedienen, wie sie seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Tonband existieren, ebenso vernachlässigt wie zahlreiche Werke zeitgenössischer Musik, die sich einer ausschliesslich semiotischen Beschreibung strukturell entziehen.

Am historischen Anfang des audiotechnisch-physiologischen Schreibens mit Stimmen stehen unter anderem die Werke der französischen lettristischen Stimmkünstler und Avantgardisten François Dufrêne (1930–1982) und Gil Joseph Wolman (1929–1995), die ihre poésie physique ohne Partitur direkt auf Tonband produzierten. Davon ausgehend werden die historischen Anfänge des Komponierens medialer Stimmen in den 1950er- und 1960er-Jahren untersucht, die das komplexe Zusammenspiel von Stimmführung, Umgang mit dem Mikrofon und die technisch-kompositorische Handhabung des Tonbands thematisieren.

Les œuvres qui utilisent des systèmes de transcription technique, tels qu’ils existent depuis le début du 20e siècle avec la bande magnétique, ont été négligées – et il s’agit de retracer cette histoire.

Pour mon part il s’agit d’une recherche sur les expériences vocales dans les années 50-60. Entre autres a partir de l’œuvre de Gil Wolman (1929-1995), du lettrisme, des Ultra-Lettristes, la poésie physique, François Dufrêne (1930-1982) et Gil Joseph Wolman (1929-1995), qui ont produit leur poésie physique directement sur bande magnétique sans partition. A partir de là, les débuts historiques de la composition de voix médiatiques dans les années 1950 et 1960 seront étudiés, en abordant l’interaction complexe entre le traitement de la voix, l’utilisation du microphone et le maniement technique et compositionnel de la bande magnétique.

C’est pourquoi je me suis intéressée pour la possibilité de composer la musique avec la bande magnétique. On est alors dans les années 50-60

  • Est-ce que la musique concrète commence avec le sillon fermé ?
  • Gibt es Dokumente zur sillon fermé ?
  • Steht mit der Sillon fermé ein Fehler (Kratzer) am Anfang der Musique concrète?
  • Est-ce un début ou y en a-t-il encore d’autre provisoire de ce movement?

Changement de comréhension qu’est-ce la musique
Changement de la audio-perception
Quel est, d’apès vous, l’influence de Gurdjieff, le role/la philosophie de Gurdjieff

 

Schon eine Aufregung
zu Fuss nach „drüben“, ennet der Seine, Place St.Michel
Soviele Knellen, Touris, wie kann man hier wohnen
Pain avec des rosines gekauft (Broiche) – ein Mitbringsel
Bin zu pünktlich gewesen (!), habe am Gitter geklingelt, keine Bewegung, ein zweites Mal
Vous êtes très à l’heure…, wenn das nicht heisst zu früh…
Ausgezeichnete Brioche, gute Idee (hab auf dem Blumenmarkt nichts gefunden, gottseidank)
Frau Bayle hat in einer Flasche Wasser und 3 Gläser aufgetischt und sich entschuldigt und entschuldigt, aber Wasser und Brioche gingen wunderbar zusammen. Auf der Terrasse, ein Lüftchen und die Stadt akousmatisch.
Was für ein Plätzchen! Erst noch kurz ein Gang ins Studio, das musste sein.

Die Rue du Temple bis zur Seine die versch. Schwerpunkte des Gesprächs Revue passieren lassen – gar nicht schlecht als Vorbereitung. Das würde ich wieder so machen.

  1. Einstieg = Acousma
  2. Schreiben mit Stimmen
  3. Vorläufer / sillon fermé
  4. Le corps absent / le physique
  5. Les années 50

Es kam nat. anders, aber Leitplanken doch einigermassen tauglich.
Vielleicht hätte ich noch mehr zum Begriff Instrument fragen können.
(macht das Instrument-Spielen als Inbegriff des Muszierens/der Musik. Auch weil man begreift, was vor sich geht, oder meint zu begreifen: Gesten der Musizy  Gestalt der Musik) und was sich ändert / irritiert, wenn das wegfällt
FB betont, dass alles was mit Performance zu tun hat (wie auch immer, ob freejzz, oder NM) alles das ist etwas (kleines) sur scène und ein akustisches Phänomen – anders für die musique concrète.

Vergessen zu fragen, warum man heute eigentlich nur von elektro-akustischer Musik spricht, warum?

Geschichte von der Übertragung von Übertragung der Aufführung von Hamlet / Proust – Synchronisiert zu sein. Eine „Schrift“, die synchronisiert!!

Was hat ist der historische medientechnische Kontext der musique concrète  Film-Schnitt/ Film-Montage, Film-Technik? Gibt es da einen Zusammenhang?

Woher kommt der Name musique concrète? Warum wurde der Begriff musique acousmatique eingeführt, spricht man heute nur noch von elektro-akustischer Musik, werden die Begriffe synonym verwendet?

Transkription des Notizhefts ff

  • L’utilisation du magnétophone par les lettristes et ultra-lettristes est différente de celle des composity de musique concrète. Alors que les compositeurs travaillent avec la tête de lecture des magnétophones, les Ultra-Lettristes expérimentent avec la membrane du microphone – peut-on comparer cela ?
  • L’Ultra-Lettriste Dufrêne parle de la poésie physique – le corps est indispensable. Mais le corps est absent comme pour Pythagore – quel role joue ce myth ?
  • L’enregistrement comme écriture automatique – le magnétophone est un outil de preuve d’intégrité du temps…

Zwischen konkreter Musik und konkreter Poesie gibt es keine Verbindung?, die Ähnlichkeit im Namen Anlass zu Missverständnis. Konkrete Musik steht für einen Kompositionsprozesses ohne symbolische Verschriftlichung, ein anschauliches, klingendes Komponieren. Konkrete Poesie meint eine Poesie der Einzel-Worte, des Wortmaterials, auch der typographischen Gestaltung, also eine Geste der Reduktion, des Wegfallens, des Ausräumens, konkret ist das was übrigbleibt, wenn…

Vous avez étudié à Darmstadt et avec Stockhausen, en 1958 vous êtes retourné au GRM – qu’est-ce qui a fait pencher la balance ?

Comment dois-je me représenter la situation dans les années 1950 – est-il possible que Wolman a fait des enregistrements chez lui ? Qui est M. Billaudot ?

Est-ce que la relation entre la musique électro-acoustique actuelle et la musique concrète avec les magnétophones s’est perdu ?

le grains de la voix / le grain de la musique

 

230601

  • Théâtro-Phone
  • Das Acousmonium eine religiöse Erfahrung (Audio-Verbundenheit mit der Umgebung – wie Orgel)
  • Was ist mit Oliveros und Gurdjieff?
  • CC hat sofort an Orgel gedacht (als Guidewitsch Orgel-Habituée)
  • Boulez: Architektur, Proprotionen
  • GRM: Écoute – Verbindung, Hingabe
  • écoute

 

 

108_2 Logbuch
Beatriz Ferreyra_Interviews

Poetologie von BR : Klangstrukturen/-morphologien, die die Klänge verbinden:
« Ce qui m’intéressait, c’était de rassembler le violon, le son du piano, le cri d’un oiseau, le chien, la voiture, etc., en tant que langage, en tant que morphologie, et d’explorer comment ils fonctionnaient dans l’espace. Que ce soit un chien, un piano, une batterie ou une lettre, il peut y avoir quelque chose en commun, quelque chose qui les relie. Ce n’est pas l’instrument de musique, l’oiseau ou la voiture en soi qui est important, mais plutôt les sons et la manière dont ces trois éléments peuvent être combinés et interagir ensemble, peu importe que ce soit une voiture, un son ou une voix. »

  • Musik ist nicht mehr länger ein Feld à part
  • Keine eigene Welt, keine Modellwelt
  • Musik beansprucht nicht mehr länger einen Sonderstatus in der auditiven Welt

« … mais la musique ne se trouve pas dans les visualisations de leur ordinateur, mais dans ce qu’on entend. Il est nécessaire de fermer les yeux, d’écouter et de composer en ayant les yeux fermés. »

  • Mit geschlossenen Augen komponieren, ohne Plan, eines ergibt das andere

Sendung WDR, BF:
Jeder Klang für sich ist nicht sehr interessant – aber wenn man die alle in gewisser Weise kombiniert, ist das ein Wunder! Wenn Sie also jeden einzelnen Klang betrachten, dann sind das sehr einfache Klänge, nicht sonderlich interessant. Es ist die Kombinatorik, die es macht! (die Kombination/Verbindung ist entscheiden)

Netzwerk:

 

weiterführende Links:
003 Log 221029/30 Acousma Festival Konzert mit Beatriz Ferreyra
005 Log 221105 Beatriz Ferreyra_QO2 workspace, Brussels, 2019
006 Log 221106 Musicque Concrète_Morphology_Typology_Theorie
008 Log 221108 Beatriz Ferreyra_frühe Werke
017 Log 221128 Interview-Fragen Beatriz Ferreyra
020 Log 221129 Interview Beatriz Ferreyra
108 Log 230824 Entretiens avec Beatriz Ferreyra

 

 

108 Logbuch 230526
Chez Beatriz

Der Zug hatte Verspätung, der Anschluss wurde nicht abgewartet. Der Beamte hinter dem Schalter ist von seinem Handy absorbiert. Was ich wolle? Was um Himmelswillen? Der Anschluss weg, na und? Der nächste Zug in zwei Stunden, Ankunft 14h in Serqueux…! Es ist 10h. Kaum zu fassen, um 5h aus den Federn und bereits gestrandet. Vor dem Bahnhof steht ein Bus, der Chauffeur meint freundlich, er würde bereits in einer Stunde nach Serqueux fahren. Der Schalterbeamte wusste von nichts. Zug ist Zug, Bus ist Bus. Kaffee im Rest. gegenüber. Viele, unzählige Baustellen und Engpässe, auch der Bus verspätet sich. Meine Anrufe und auf meine SMS bleiben unbeantwortet. Als der Bus endlich vor dem Bahnhof in Serqueux vorfährt, sehe ich gerade noch, wie Beatriz griesgramig wie ein Bauer in ihren Wagen steigen will. Beatriz! Fahrt ins Hinterland, nach der letzten Abbiegung auf einen Feldweg, müssen zwei Gatter geöffnet und wieder zugemacht werden. Der Weg wird struppiger und struppiger, der Wagen mäht sich durch’s hohe Grass und kommt vor einem verwildertes Landhaus zu stehen. Es würde streng nach Katzen riechen. Vor dem Haus ein Karette und ein grosser Plastikkübel. Steine sind aus der Treppe zum Eingang herausgebrochen worden. Die Arbeit ist liegen geblieben. Anweisungen würden so kompliziert ausfallen, dass es einfacher sei, selbst anzupacken oder es bleiben zu lassen. Atemnot. Wir setzen uns sofort ins Studio, nur spärlich fällt grünes Licht durch ein Fenster. Für einen Tisch hat es keinen Platz. Alles ist überstellt – ein Audiostudio halt, viel Equipment, Kabel, Lautsprecher, Tonbandspulen. Sie braucht eine Lupe um den Text, den ich ihr zum Gegenlesen mitgebracht habe zu entziffern. Mit jeder Zeile kommt B. mehr ins Erzählen und erzählt und erzählt. Den Text kannst du vergessen, zuviele Anmerkungen wären nötig. Ich werde ihr den Text schicken und sie machen lassen (müssen). Ob ich Salat wolle oder zum Chinesen? Ein Blick in die Küche – Salat, wo soll hier der Garten sein? unter den wuchernden Kerbeln? Doch besser zum Chinesen – lass uns fahren. Ich werde B. einladen. Sie will erst nichts davon wissen. Wir bestellen Schweinefleisch mit Purée (für sie) und Pommes (für mich). Als hätten wir seit Tagen nichts mehr gegessen. Kohldampf, riesige Portionen. Baguette wird aufgetischt. B. steckt die Brote ein, für mich, sie habe nichts solches im Haus. Am nächsten Morgen sind die Anschnitte tatsächlich mein Frühstück. Sie isst Reiswaffeln, Brot mache dick. Die Katzen haben struppiges Fell und klebrige Nasen. Es sollen über zwanzig sein. Verschwunden, sie mögen keinen Besuch. Das kleine schwarze Nesthäken ist nur noch Haut und Knochen, so abgemagert. Es braucht Medikamente. Was das kostet! Die Pillen muss B. halbieren, wie soll das gehen, so kleine Dinger, wie ärgerlich. B.s Bad mit Spiegelschränken, Klo, Bidet, Waschmaschine, Badewanne, zwei fellbraune Teppichvorleger auf dem gemusterten Boden, ein Windspiel mit Wäscheklammern und Wäscheleinen. Fehlt das Stubenmädchen, das alles im Schuss hält, poliert, wie auf den Fotos des Palazzo Ferreyra in Argentinien. Als könnte es jederzeit wieder sein. Warum sie keine Feministin sei, wo sie doch immer wieder sich darüber mokiere, wie die Herren, die im Großen und Ganzen alles Stümper seien, die Welt beanspruchen würden. In Mexico wäre sie Feministin, da wäre es klarer. Das Gespräch, das ich transkribiert hätte, mit den vielen Verdoppelungen, das sei merkwürdig, dieses Suchen nach Worten. B. rümpft die Nase. Was ihr wichtig sei, seien keine grossen Sachen (siehe unten). Am Ende des Tages sitzen wir auf den Treppenstufen vor der Türe und B. erzählt mir, dass ihre Tante über 15 Jahre in ihrer Obhut gelebt habe, nachdem sie von den Ärzten aufgegeben worden sei. Heil- und Balance-Kräfte im Haus. Pendeln – vielleicht liesse sich was machen für meinen Rücken? Erzähle von Mütterchen, wieviel Traurigkeit zum Vorschein kommt, so schwer ums Herz, neben B. in der Abendsonne – Geschichten, die nicht ins Logbuch gehören: “das behälst Du für dich!”
Das Auto ist schmutzig, oder besser staubig, torfig, als käme es aus einem Erdloch. Dunkler Staub, stinkt nicht. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Decke, damit ich meine Kleider nicht verdrecke. Die Decke, ein Schaffell?, ist mittlerweile aber sehr unansehlich. B. trägt eine graue Trainerhosen und über dem schmuddeligen Wollpullover eine schwarze Öljacke und Cloggs, sie ist bleich. Es macht nicht den Anschein, als würde sie viel im Garten draussen arbeiten. Wo der Garten doch so viel zu tun gäbe, wie B. betont. Soviel, dass sie im Sommer nicht komponieren kann. Manchmal bekommt sie keine Luft. Es ist das Herz. Und der Kopf ist auch nicht mehr der alte. Sie darf nicht vergessen ihre Medikamente zu nehmen. Sie pendelt die Medikamente und das Essen aus – zu Hause, nicht im Restaurant. Die Türen zum Atelier und zum Schlafzimmer musst du hinter dir zumachen, dass die Katzen nicht reinschleichen, sie sind schnell! Sie verstecken sich in der hintersten Ecke und reissen alle Kabel herunter. Hinter der Türe des Schlafzimmers hängt ein Gewehr. Im Atelier ein Revolver. Sie sei eine gute Schützin. Ihre Cousins hätten sie schiessen gelernt. Sie hätte sofort besser getroffen als die dummen Jungs. Die hätten gestaunt, wie sie den Stein, der an einem langen Seil pendelte mit dem ersten Schuss getroffen habe. Während die Jungs – B. erklärt mir Kimme und Korn – das Gewehr hin und her geschwenkt hätten. Sie hätte den toten Punkt der Pendelbewegung abgewartet und abgedrückt. Als junge Frau hätte sie Ärger mit dem Betreiber der Schiessbude bekommen, weil sie sämtliche im Aufwind tanzenden Luftballone heruntergeholt habe. Sie zielt und trifft. Köpfchen, eine ruhige Hand, schlau, fokussiert. Eine grosse Sammlung an DVDs – was sind das für Filme? Sie sei nur an Gewalt interessiert, hasse Romantik, das wäre alles eine grosse Lüge. Gewalt sei ehrlich. Kung-Fu als Einstiegsdroge.
Von der Landstrasse auf den Feldweg, hinter dem Feldweg das Kuhgatter, hinter dem Kuhgatter meterhohes Gras, Kerbeln, das Auto pflügt sich durch das Grün, kommt neben Brombeeren zum Stehen.

Telephon von B. einen Tag nach dem Besuch bei ihr (230527):
Sie hätte soeben erfahren wer neben Bayle und ihr noch mit dem Magnétophon arbeitet


Jean Schwartz (*1939)
Compositeur français né le 20 mai 1939 à Lille.
Formé au Conservatoire de Versailles, Jean Schwarz joue de la percussion dans différents groupes de jazz professionnels avant d’intégrer le GRM (Groupe de Recherches Musicales) de 1969 à 1999. Il est aussi ingénieur CNRS au département d’ethnomusicologie du Musée de l’Homme de 1965 à 1999, et professeur au Conservatoire de Gennevilliers (1979-1997), où il crée la classe d’électroacoustique. Il fonde et dirige également Celia Records, maison d’édition produisant ses musiques.
Jean Schwarz compose des pièces pour bande magnétique seule (Symphonie pour bande, 1975), des œuvres mixtes (Gamma Plus pour synthétiseurs joués en direct et bande, 1979), des musiques de scène et de ballet, notamment pour la chorégraphe Carolyn Carlson (Year of the horse, 1978 ; Dall’Interno, 1998), ainsi que de nombreuses musiques de film (Providence d’Alain Resnais, 1976 ; Eaux profondes de Michel Deville, 1981). Il enrichit sa palette sonore au contact d’autres artistes et musiciens et tente des expériences de confrontation entre musiciens improvisateurs de jazz et éléments musicaux préenregistrés sur bande (Surroundings, 1980 ; And Arround, 1981). Ses œuvres font souvent référence à la musique extra-européenne, au jazz ainsi qu’au monde équestre.

 

Michel Chion (*1947)
Komponist, Autor und einer der einflussreichsten Theoretiker für Filmton und Klangkunst. Nach einem Studium der Literatur und Musik trat er 1970 dem von Pierre Schaeffer gegründeten Groupe de Recherches Musicales (GRM) bei, wo er sich intensiv mit Musique concrète und elektroakustischer Komposition beschäftigte. Neben zahlreichen radiophonen Werken und Hörspielen – darunter La Tentation de Saint Antoine – schuf er Klangkompositionen wie Requiem und Tu, in denen er Sprache, Geräusch und Musik zu komplexen akustischen Collagen verband. International bekannt wurde Chion vor allem durch seine Schriften über das Verhältnis von Ton und Bild im Film, etwa L’audio-vision (1990), in denen er zentrale Begriffe wie „acousmatique“ und „synchresis“ prägte. Als Dozent für Filmton, audiovisuelle Theorie und Klangkunst lehrte er an der Université Paris III (Sorbonne Nouvelle) und prägte Generationen von Filmschaffenden und Wissenschaftlern. Sein Werk verbindet künstlerische Praxis und theoretische Reflexion und hat sowohl in der Musik- als auch in der Filmwissenschaft bleibenden Einfluss hinterlassen.
Michel Chion: Guide des Objects Sonores Paris, Bechet Chastel, 1994.


Michèle Bokanowski (*1943)
Compositrice française née le 9 août 1943 à Cannes.
Née dans un milieu musical, Michèle Bokanowski étudie les lettres et la philosophie et s’oriente vers la composition après la lecture de À la recherche d’une musique concrète de Pierre Schaeffer. Formée auprès de Michel Puig et d’Éliane Radigue, elle effectue un stage au Service de la recherche de l’ORTF (1970) et participe à un groupe de recherche sur la synthèse du son.
Entre 1972 et 1984, elle compose essentiellement pour le concert (Pour un pianiste, Trois chambres d’inquiétude, Tabou) et le cinéma (musique des courts-métrages de Patrick Bokanowski et de son long métrage L’Ange), puis elle réalise également des musiques pour la télévision, le théâtre et la danse. Compositrice de musique électroacoustique, elle manie habilement les techniques de la boucle, de la réinjection et de la scénarisation des coupes de montage. Ses sons concrets, évocateurs et poétiques, résonnent dans une ambiance mystérieuse où toujours l’expressivité prime.


Marco Marini (1961)

Marco Marini étudie la batterie avec Richard Paul Morellini au Centre Musical Créatif Nancéen. Batteur dans différentes formations de musiques actuelles (rock, jazz, variétés, fanfare…), il pratique les percussions, le chant, la manipulation d’objets hétéroclites et devient compositeur musicien-comédien au sein de la compagnie Materia Prima. Il réalise des installations sonores et développe ses compositions pour les arts dramatiques et chorégraphiques.
Diplômé en composition électroacoustique du Conservatoire Pantin, il se spécialise dans ce domaine et poursuit son travail de collaboration avec différents artistes et compagnies de théâtre et de danse. Musicien pluridisciplinaire, orientant sa recherche vers le live électronique et les nouvelles interfaces, il développe notamment un travail d’improvisation et de composition sur une interface textile pour son Agrigento, créé au Musée d’art moderne André Malraux du Havre lors d’une rétrospective consacrée à Nicolas de Staël (2014). Citons encore Étude aux cuics et couacs, œuvre électroacoustique créée au festival Synthèses de Bourges (2004) ; Cellostries, pour violoncelle et acousmonium, création par Aude Romary au festival Musique Action de Vandœuvre-lès-Nancy (2014) ; De Parmegiani sonorum, œuvre électroacoustique commandée par l’Ina-GRM et créée à la Maison de la radio (2020).
Après huit années de collaboration aux côtés de Christine Groult au Conservatoire de Pantin, Marco Marini reprend la direction de la classe de composition électroacoustique en 2015. Il a également collaboré avec Sébastien Béranger autour d’actions pédagogiques, à la Muse en Circuit, centre national de création musical.

 

230527
wer heute mit dem Magnétophone arbeitet:
Jérome Noetinger

Gurdjeffs Einfluss auf Schaeffer

  • Gruppe statt Club (bereits wo gelesen → Gayou?)
  • Sillons fermés, Schaeffer hätte plötzlich etwas anderes gehört als die Repetition
  • Wahrnehmung erweitern: B. vermutet, dass das nur durch Schaeffers Auseinandersetzung mit Gurjieff möglich geworden ist.

Véroniques Hinweis auf den Film von
Peter Brook zu Gurdjieff

230601
Nach dem Morgen voller Abschweifungen, der langen Siesta nach den Rindshackbraten – freut sich B., dass wir wieder ihre Musik hören. 8 kleine Genelek hängen im Studio.

– l’autre, …ou le chant de marécages 1983 für ACIC
das berühmte Stimmen-Happening

– Ésprits de la terre, 2022 GRM
Uraufführung war letzten Herbst im acousma festival, toller Anfang!

– Demeure acquatic, 1967 GRM
Geneviève Asse (peintre) a propose le titre
erstes Stück, sie wusste gar nichts mit Titeln anzufangen…

Stücke mit Stimmen:
Echos mit der Stimme von Mercedes Cornu
Eine Hommage an ihre Nichte, die bei einem Motorradunfall ums Leben kam
Nun kann sie, die Sängerin werden wollte, für alle Zeiten weitersingen
Ein wunderbares Stück!

– Canto ne antes (chant d’avant)
mit Simone Rist und Roger Cocchini für A.P.R.E.M.
Simone fragen, was ist mit der Ursonate? B. hat Simone beim Üben aufgenommen

– Canto des loco (chant du fou), 1974 GMEB
Petit pouce des magazine, die Kinderstimme aus der Filmmusik zu Homo sapiens
Homo sapiens, 1972-74
55’ Tonspur zum Film von Fiorella Marini (Nichte von Rosselini)
Den Film schauen wir zum Abschluss gegen 20h
Das war viel! froh mich ins Zimmer zurückziehen zu können.
Kommentare einen Tag später zum Umgang mit dem Spulentonband

  • Faire les sons
  • La manipulation â main c’est important
  • Mais l’organisation (montage) avec l’ordinateur est moins compliquer
  • La côté pratique du magnétophon est chiant
  • Le son est très personel, il y a des instants qu’elle a ultilisé dans sa maison (?)
  • Écouter la purée (Parmegani (qui est malade) sitzt in der Küche neben dem Kochherd, begeistert sich für das Boubff des Kartoffelstocks)
  • Dans le movement des mains = movement de l’écoute
  • La manipulation avec la souris de l’ordinateur est absolument different
  • Suivre le son avec les mains
  • Suivre l’écoute
  • Frotter la bande magnétique sur la tête de lecture du Revox
  • Ces mouvement – les sons qui vivent
  • C’est ça qu’on sent
  • Les mouvements des mains en direct
  • On entend toute suite une relation directe du sons
  • C’est normal, c’est naturel
  • Il faut frotter abec les mains la bande magnétique contre la tête de lecture vite, ou pas vite
  • Movement fait partie du son
  • Les mains qui font ça
  • ON NE VOIT RIEN
  • Avec le movement on sent comment le son change
  • Avec l’ordinateur on n’a pas ça
  • Chaque fois elle ferme les yeux pour écouter
  • Quand elle n’a pas d’hautparleur (comme en Argentine) elle travaille avec les casques

Elle pense, ella n’a qu’à dire des choses évidents, simples. Schaeffer habe die Sillon fermé nur unter dem Einfluss der Übungen von Gurdjieff finden können ^= changemant de la perception. Gefällt’s oder gefällt es nicht, verwirrt sein oder nicht, unsicher oder nicht – was soll daran schwierig sein? Kein Dings draus machen – mental – brrbrr – tourner – fait arreter la moulinette! Essaye und muss du sehen, es gelingt nicht, von 30’ ev. 30’’, das geht nicht einfach so ^= Arbeit an sich selbst. Jahrelang. Sie war auch Gurdjieffs Schülerin und Schaeffer sowieso. B. hat abgebrochen, nachdem etwas passiert ist…? Liest die Journals de la Mère de Sri Aurubindo – erst vorwärts und dreissig Jahre rückwärts mit dem letzten der 13 Bände beginnend. Es passieren Dinge. La maison qui tue – sie wohnt in einem Haus, das tötet. Ein Freund hätte sie auf das Buch mit selbigem Titel aufmerksam gemacht, worauf sie sich mit dem Autor in Verbindung gesetzt hat. Rigoler comme des foux. Wenn Tassen aus dem Fenster fliegen. Der Tante zum Schutz ein Kissen um den Kopf gebunden!

Rezept
Grosse Gurkenstücke, grosse Stücke Karotten und Endivien – Grün von unterm Baum: Löwenzahn, hoffentlich keine Meierisli! Grosse gerippte Blätter. Die Schränke in der Küche haben keine Türen. B. zieht die Rollos hoch. Unzählige Konservendosen, ein grosses Lager – Katzenfutter? Ton, Sardinen. Sie greift nach zwei Dosen Sardellen, öffnet sie und schüttelt den Hinhalt mit dem Oel in die Schüssel. Die Dosen stellt sie auf den Boden, die kleine schwarze Katze, sonst kein Lebenszeichen, springt herbei und leckt das Blech aus. B. zerkleinert die Fische in der Schüssel mit der Gabel und schnippelt das Grün mit der Schere (Henkersmahlzeit), alles mischen. Jede mit einem Tablett auf den Knien essen wir den Salat auf dem Sofa vor dem Kamin. Sommer: das Sofa mit dem Rücken zur Feuerstelle. Die Katzen springen herbei. Es braucht einiges zartes Geschupse, dass sie nicht aus unseren Teller fressen. Der Fisch! Der Salat schmeckt köstlich. Auch das Grünzeug! – Meierisli

Dokumentation: George I. Gurdjieff (1866–1949)
Paris 1920: Hauptstadt der Künsty und der Heimatlosen
Café de la Paix das “Büro” von Gurdjieff
Prioré d’Avant, 70km vor Paris, nahe Fonatine bleau? bleu? blô?
Gemeinschaft mit Schülern, Verwandten und Gelehrten aus alle Welt (Catherine Mainsfield)
Gurdjieff-Movements – Konya Performance, 2013

Wisper
230526 Beatriz Partituren_diffusion score

230607
Wie kommt’s? der Titel zum Portrait
ANTIDIÁSPORA Beatriz Ferreyra – Video

weiterführende Links:
003 Log 221029/30 Acousma Festival Konzert mit Beatriz Ferreyra
005 Log 221105 Beatriz Ferreyra_QO2 workspace, Brussels, 2019
006 Log 221106 Musicque Concrète_Morphology_Typology_Theorie
008 Log 221108 Beatriz Ferreyra_frühe Werke
017 Log 221128 Interview-Fragen Beatriz Ferreyra
020 Log 221129 Interview Beatriz Ferreyra
108 Log 230824 Entretiens avec Beatriz Ferreyra

 

107 Logbuch 230520
Stimme versus absolute Musik

Pöllmann, Rainer: Die Musik hinter den Worten. Die Stimme in der zeitgenössischen Musik. Hofheim: Wolke Verlag, 2015.

  • Oppositionsstellung Stimme ← →Absolute (autonome) Musik
  • Stimme und Existenzialismus
  • Keine Stimme ist neutral: Barthes
  • Fazit: zwei Nachkriegsavantgarden eine mit Stimmen und eine ohne Stimme
  • Komponisten und Kompositionen f. Stimme
  • Begriff des Nicht-Sängers (Diedrichsen)

Text im Archiv

106 Logbuch 230522 San Francisco
CNMAT_Mushrooms_Cage

Center of New Music and Audiotechnology – CNMAT
VISITING SCHOLARS AND RESEARCHERS

Areas of Research include:
Protocol and encoding development including Open Sound Control (OSC)
– New sensor technologies and interface modalities:
sensor fusion, integration.
– New sense-enabled media: conductive/resistive fibre, malleable media.

  • eTextile, conductive paper and other materials for the New Lutherie
  • Many-channel digital audio interfaces; hundreds of channels over common ethernet. FPGA-based audio systems development.
  • Parallel computing theory in music/audio computing; algorithms, requirements.
  • Musical interactivity tools including digitizing tablets, multitouch and manytouch surfaces.
  • New user-interfaces for interaction with expressive musical/auditory environments, e.g. spatial mapping with dimensionality reduction.
  • Theoretical and applied spatial acoustics of loudspeaker and microphone arrays, especially in spherical configurations
  • Musical quality; metrics, augmentation, compression, hearing loss.
  • Signal-theory for musical gestures; requirements on jitter and latency, expressive bandwidth estimation
  • Semantics, requirements and cognitive models of music performance and their implications for software design patterns
  • Sound analysis for event detection, pitch and noise estimation and auditory perceptual models
  • Machine learning applications in audio synthesis and musical control
  • Auditory psychophysics and music cognition and perception

Curation and Development of real-time music and audio software tools.

 

230711
Barbara Engelbach, Friederike Wappler, Hans Winkler (Hrsg.): Looking for Mushrooms: Beat poets, hippies, funk, minimal art: San Francisco 1955-68, Museum Ludwig, 2008.
einzig Drone-Musik wird erwähnt (LaMonte Young)
Beat poets, hippies, funk, minimal art und SFTMC parallel worlds oder eine Szene?

 

230711
Archivperle: John Cage und die Schweiz
Vor über 30 Jahren ist er gestorben, der sanfte Revolutionär John Cage. Welche Spuren hat Cage in der Schweiz hinterlassen und wie kam er hierzulande eigentlich an? Wie waren seine ersten Besuche in Zürich, seine Erlebnisse in Basel?
Redaktion: Florian Hauser
05.07.2023, 20:00 Uhr
2’ John Cage wollte kein Komponist sein sondern ein Erfinder sein
10:17 Hildegard Kleeb: “dieses Werk ist nicht ein Musikstück im traditionellen Sinn mit einem Anfang und Ende, für mich hist es ein Ausschnitt aus dem Leben, aus dem Sein….”