078 Logbuch 230213
Mara Mills: künstliche Kehlköpfe

Mara Mills: „Medien und Prothesen. Über den künstlichen Kehlkopf und den Vocoder“, in: Hrsg. Daniel Gethmann: Klangmaschinen zwischen Experiment und Medientechnik, Bielefeld: transcript Verlag, 2010, S.127–152.


Stimmcodierung
Pedro the Voder spricht 1939  (Mills 2010:127)
AT&T Technologie überträgt ein rein synthetisches Sprachsignal
Die Sätze wurden aus einer Kombination von Lauten gebildet
Der Voder sieht aus wie eine Heimorgel und wird von einer Voderette gespielt (Mills 2010:128/29)

Voder
Considered the first electrical speech synthesizer, VODER (Voice Operation DEmonstratoR) was developed by Homer Dudley at Bell Labs and demonstrated at both the 1939 New York World’s Fair and the 1939 Golden Gate International Exposition. Difficult to use and difficult to operate, VODER nonetheless paved the way for future machine-generated speech.
Voderette
namenlos, «hörender» Blick, später sieht ihr die Kamera über die Schulter, die Voderette ohne Gesicht, nur die Hände sind noch zu sehen.

Der Voder als beispielhafte posthumane Technologie
Kay Dickinson„`Believe`?: vocoder, digitalized female indentity and camp“ in: Popoular Music 20, 3 (2001), (Mills 2010:129 und 333-347).

Vocoder
Sonja Diesterhöft: Meyer-Eppeler und der Vocoder, TU Berlin
WS 2003/04, Seminar Klanganalyse und -synthese.

Der Vocoder (VOicCoder) 1927 (Mills 2010:131)
Von Homer Dudley für die transatlantische Transmission von Signalen entwickelt

  • Geschichte der Sprechmaschinen und der künstlichen Kehlköpfe
  • Gesprochene Sprache hat eine eigene Materialität jenseits des Alphabets
  • Der Sprechakt gliedert sich in die Vorgänge im Kehlkopf und im Ansatzrohr
  • Bewegung der Sprechwerkzeuge = Modulationseffekte (Mills 2010:32)
  • Verfahren zur Simulation von laryngalen Schwingungen mittels elektronischer Schaltungen

Marshall McLuhan

  • Medien erweitern oder simulieren das menschliche Wesen
  • Prothetik oder Selbstamputation

Begriff der Prothese ist problematisch → Disability Studies (Mills 2010:133/50)

  • Denn es handelt sich nicht immer um eine „helfende“ Technik
  • Der wohltätige Ursprungsmythos ist problematisch
  • Schwer zu entscheiden, ob daraus Verletzungen oder eine Befreiung resultieren (Mills 2010:134)
  • Beachte die Etymologie der Wortes Prothese (S150)

John Durham Peters spricht von Medien als von psychotechnischen Praktiken, als angewandte Physiologie (→ „Helmholz und Edison. Zur Endlichkeit der Stimme“ in: Rauschen und Offenbarung)

 

Sprachmodelle und Modulation

  • die Übertragung von elektrischer Energie reicht nicht aus, um Kommunikation sicher zu stellen.
  • Signalverarbeitung wird eine eigene Disziplin (Mills 2010:135/40)

Hist. Kempelen u.a.

  • Bedeutung des Ansatzrohrs (Mills 2010:137)
  • Geschichte der Gehörlosenschulen: Abbé Charles-Michel de l’Épee de Paris
  • Auch Kratzenstein geht anscheinend von Wissen über Gehörlosigkeit aus! (1779) (Mills 2010:138)
  • Charles Wheatsstone 1837 (→ Formanten)
  • Helmholtz Stimmgabeln

 

Analogien elektronischer Instr. und Stimmorgane
Der Vocoder ist 1935 funktionstüchtig (Mills 2010:140)
→ Telephonstimme aus 10 Frequenzbändern
Alle wichtigsten Elemente des Vokalsystems besitzen elektronische Entsprechungen
Problematisch bleibt die Tonhöhe, die „Natürlichkeit“ der Stimme (Mills 2010:141)

Geschichte der künstlichen Kehlköpfe

  • Unabhängigkeit des Kehlkopfs von den Artikulatoren
  • Beginnt 1925 in den AT&T Labs
  • Im 19.Jh wird für die Stimmsynthese Rohrblätter aus Elfenbein, Horn, Silber und Bambus verwendet, das führt zu einem schrillen, piepsigen Klang (Mills 2010:142)
  • Modell von Mackenty, Riesz, Flecher, Lane, Wegel: Western-Electric 1-A, um 1929 und weitere Entwicklungen (Mills 2010:143-47)

Stimme / Metapher der Stummheit / Monotonie
Der Begriff der Stummheit (Mills 2010:148)
„Stumm war zu dieser Zeit ein umfassender Begriff, der sowohl auf Automaten wie auch auf Stummheit und „Dummheit“ der Menschen zu beziehen war. Wie im Falle des Begriffs „Speiseaufzug“ (engl. dumb-waiter) wurde das Wort auch „auf mechanische Vorrichtungen angewendet, die den Platz eines menschlichen Akteurs einnehmen.“
1944 war die Monotonie der mechanischen Stimmen das nachhaltigste Problem

Ingenieure und Historiker der Kryptologie sprechen vom Vocoder als der ersten Anwendung der Pulse-Code-Modulation (PCM) (Mills 2010:149)
Der Vocoder enthält das Kernprinzip der Digitalisierung: die Übertragung von Parametern

  • Folge von Analogiebildungen der menschl. Stimme: erst sind es mechanische Modelle, gefolgt von elektronischen Oszillatoren und Filter, gefolgt von digitalen Codes
  • Die Materialisierung verläuft über die Trennung von Kehlkopf und Modulatoren, die Übertragung von Sprache auf Holz und Gummi zur digitalen „Beschreibung,“ um mit minimalsten Anforderungen gesprochene Sprache hervorzubringen (Mills 2010:150)

Die Vorstellung von „Körper“ wird in das digitale Signal eingebaut und produziert darum körperliche Effekte

Vgl. Kommentar von Dufrêne zu Chopin
Chopin zielt nicht auf die “körperlichen Effekte” (Übertragung) von Stimmaufanhmen im Gegensatz zu Dufrêne

 

075 Log 230124 Simone Rist

Prägend für Leben und Werk der in Frankreich geborenen Sängerin und Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Simone Rist ist die Begegnung mit Pierre Schaeffer im Rahmen der GRM (Groupe de Recherches Musicales). Ihre Zusammenarbeiten mit den Komponisten Josef A. Riedl, Berio, Luigi Nono, Pierre Boulez und allen voran John Cage und Merce Cunningham begründeten ihre Karriere als Konzertsängerin Neuer Musik.

Worldcat
Neue Musik Zeitung:
Rückblende: Vor 50 Jahren – 1971/01: Cage gibt das Komponieren auf
Mehr Sprachen, mehr Theater: Simone Rist

ZHDK-MIZ
Riedl
Galeriegeschoss: YT_16919
Untergeschoss: YS_1102
Ferreyra
Galeriegeschoss; YT_17034
PURA online
FERREYRA, B.: Rios del sueno / Medisances / L’Orvietan / Vivencias / Cantos de antes (La riviere des oiseaux) (Ferreyra)

 

Merci beaucoup pour vos bons vœux pour la nouvelle année, une bonne et heureuse année à vous aussi.
Suite à votre remarque, je me suis adressé à Radio Frankfurt pour demander des enregistrements de vous. J’espère avoir des nouvelles bientôt. Vous serez peut-être intéressée de savoir que de nombreux enregistrements de vous sont répertoriés sous ce lien :
Worldcat

[…]

Auf Empfehlung von Simone Rist geht eine Anfrage Radio Frankfurt
Radio Frankfurt Kontakt
keine Antwort

Weiterführende Links
029 Log 221208_230306 Entretien avec Simone Rist
108 Log 230824 Entretien avec Beatriz Ferreyra

 

 

74 Log 230123
History of Listening
Ana-Maria Ochoa Gautier

Gautier, Ana-Maria Ochoa: Aurality. Listening and Knowledge in Ninetenth-Century Colombia, Duke University Press, Durham and London, 2014
auf Empfehlung von CdG

– intellectual history of listening
– different “new” technologies that existed prior to the invention of the phonograph (Gitelman 1999, 2006), the trace left by different genres of inscription on the work of music making (Szendy 2008; Johnson 1995)

  • critical work on the philosophical grammar of vocality and writing (Derrida [1974] 1997; Cavarero 2005; Cournut 1974)
  • the study of discourses and practices of the aural in fields such as physiology and acoustics that surrounded the invention of sound machines (Sterne 2003; Brady 1999; Steege 2012), and how specific historical periods prior to the emergence of mechanical sound reproduction sounded (Smith 2004; Rath 2003; Corbin 1998)
  • This recent “auditory turn” in critical theory is giving rise today to the increased formalization of sound studies (Sterne 2012a).
  • For Peter Szendy, the “critical force of listening” has often been “restrained and denied” (2008, 34).

(Ochoa 2014:21f.)

– This book builds on such work but inverts the emphasis on the relation between the written text and the mouth (implied by the idea of the oral) by exploring how the uses of the ear in relation to the voice imbued the technology of writing with the traces and excesses of the acoustic.

Szendy, Peter. 2007. Sur écoute: Esthétique de l’espionnage. Paris: Minuit.
Szendy, Peter. 2008. Listen: A History of Our Ears. New York: Fordham University Press.
Szendy, Peter. 2009. “The Auditory Re- turn (the Point of Listening).” Paper presented at the conference Thinking Hearing, The Auditory Turn in the Humanities, Butler School of Music, University of Texas, October 2–4.

034 Log 221214 Anne Käthi Wehrli
Publikationsformate

Anne Käthi Wehrli, b. 1978 in Aarau (CH), lives and works in Zurich (CH)

Anne Käthi Wehrli is a pharmacist, performer, draftswoman and makes fanzines, installations and radio.  She has been involved in the DIY scene since the 1990s, produces numerous fanzines alone or together with friends and artists and gives fanzine and radio workshops. Her works combine different media and objects to complex yet light-footed confrontations with topics such as housewives, female sexuality, curiosity, chemistry, conflicts, cafés, bakeries, post offices, offices, freedom, public space, exuberance, surveillance, dust and data.
Anne Käthi Wehrli studied pharmacy and simultaneously founded the DIY publishing house Catalina TM. Since 2006 she has been making radio broadcasts on Radio LoRa 97.5 MHz. In 2016 the book «In den Lebensmitteln drin geht es zu und her wie in einer Stadt» was published by Corner College Press, which collects texts and drawings from 1993 to 2016. (zit n. PARTOUT)

Anne Käthi Wehrli: Mach’s, Frida Magazin, 2022
Anne Käthi Wehrli, Les Complices, Zürich, 2012
Anne Käthi Wehrli: Love, Nieves, 2004

 

 

 

031 Log desirable past
221210_11 Sa/So

cahiers d’études de la rtf, n° 27-28, « situation de la recherche », paris, flammarion, 1960.

221210 desirable past

I
Lektionen
in Musik, SR / BF weil ich keine Ahnung hätte
Geräusche und jetzt Musik
SR haut auf den Tisch: so!!

ihr Werdegang, beide SR, BF
nicht der Rede wert
nichts Besonderes
Neugierde, rasche Auffassungsgabe
Interesse für Neue Musik – selbstverständlich
Beatriz: ein Wunder, dass sie zur Musik fand
aber nicht ihr Verdienst
mais NOOOON!

how to bringe yourself zum Verschwinden
by saying: this was selbstverständlich, nothing special,
nothing to talk about

IV die T-Lektion
etwas wollen, aber pacato
pacatezza nicht calma
Leichtigkeit und engagement
etwas zu seinem Ding machen
Ehrgeiz durch striktes Nicht-üben unterminieren
Blattspielen bringt Spielglück, Bewunderung
Risiko bringt Aufregung – ohne Kalkül

V
wie es war bei SR zu klingeln und unverhofft eine junge Stimme in der Gegensprechanlage zu hören? Es wird mir nicht geöffnet. Ein zweites Mal. Die Eingangtüre summt, der Lift fährt in den 5. Stock, wie in einem Verlies sind alle Türen fest verschlossen und alle sehen gleich aus, keine Namensschilder.
Mit etwas Überwindung: an einer x beliebigen Türe klingeln
Eine junge Haushilfe macht auf: sie wisse von nichts
SR schlafe, hätte sich über Magenschmerzen beklagt
sei mit Bett, könne mich nicht empfangen
sie würde SR auf keinen Fall wecken wollen
…ach so, verstehe – ich könnte später wiederkommen?
da sei sie bestimmt schon weg
sie würde mich nicht empfangen
…verstehe, wann sie nach Hause gehen würde?
…ev könnte ich noch einmal vorbeischauen?
…wie lange sie noch bleiben würde?
in einer ¾ Stunde
… (krame das Konfekt aus der Tasche) für SR!
ist aber nett…
Stunden zuvor am Telephon – SR: ich hätte Glück, sie habe Zeit, gleich heute Nachmittag um 15:30 und hier der Code für die erste Türe ect., jetzt Magenkrämpfe.
Es ist unheimlich einer Unbekannten die Türe zu öffnen um sie im Wohnzimmer zu empfangen. SR lebt alleine. Ich gebe der Haushaltshilfe einen Zettel mit meiner Telephonnummer und mit Grüssen von BF und erkläre ihr, dass ich nach einem Spaziergang noch einmal vorbeischauen würde.
Um 16:30 sitzt SR am Tisch im Salon und trinkt Tee. Keine Anzeichen von Verstimmung. Sie freut sich auf das Gespräch mit mir. In eine Aufnahme könne sie erst einwilligen, wenn sie wisse, um was es gehe. Und zum Schluss: sie müsse den Text sehen, bevor ich etwas veröffentliche.

T: sie hätte sich verscheuchen lassen
das hätte ich gut gemacht

 

221211
Stattspiel: erst Elke Erb, dann Zizek, dann Inger Christensen
Why Do We Enjoy Feeling Ashamed?
16` obsessed with undisturbed appearances (Stalinismus, nichts durften während der Paraden daneben gehen (Terror und Obsession)
wenn etwas, das alle im Verborgenen wissen öffentlich zur Sprache kommt,
schämen sich trotzdem alle → Lacan: the agency of appearences (the big Other)
31` zu cancel culture

 

029 221208_230306
Entretien avec Simone Rist

8.12.2022, Rue Pierre Larousse, Paris

Simone Rist, née en 1931 à St. Etienne, est une soprano colorature. Elle a vécu et travaillé en France et en Allemagne, et ses concerts l’ont conduite dans toute l’Europe et en Amérique. Après ses études au Conservatoire de Paris dans les années 1960, elle a rejoint le Groupe de Recherche Musical dirigé par Pierre Schaeffer. Elle a eu l’occasion d’interpréter de nombreuses oeuvres de compositeurs renommés tels que John Cage, Pierre Boulez et Luigi Nono.

Entretien avec Simone Rist.pdf

Résumé
L’entretien avec la soprano Simone Rist peut être lu comme une source particulièrement éclairante du point de vue de la théorie des médias sur les pratiques précoces de la musique concrète, dans lesquelles la voix, les technologies d’enregistrement et les conditions institutionnelles de production sont étroitement imbriquées, et où l’histoire de la musique concrète apparaît comme le résultat de pratiques médiatiques encadrées par des institutions. À partir de la formation de Rist au Conservatoire de Paris et de son activité au sein du Groupe de Recherche Musicale (GRM) sous la direction de Pierre Schaeffer, il devient manifeste que la voix, dans le contexte de la musique électroacoustique, se déplace d’un rôle de support expressif de la signification musicale vers celui d’un objet sonore techniquement isolable et transformable, une unité produite médiatiquement au sens de l’objet sonore. La bande magnétique n’y fonctionne pas comme un simple support de stockage neutre, mais comme un dispositif actif qui détache les événements sonores de leur contexte d’origine et ouvre de nouveaux accès épistémiques à l’écoute. Cette perspective entre en résonance avec la théorie de l’écoute acousmatique de Michel Chion, dans la mesure où la séparation du son et de sa source visible engendre une situation d’écoute imaginative et spatialement délimitée de manière ouverte, dans laquelle la voix perd son ancrage référentiel.
Rist décrit ses débuts au GRM en tant qu’assistante de production et aborde également les conditions sociales et genrées de ces contextes de travail, en particulier en ce qui concerne les rapports de pouvoir au sein du fonctionnement du studio.

 

Auszüge:
Nach ihrem Studium Gesangsstudium (Koloratursopran) am Konservatorium in Paris arbeitet Simone Rist als Assistenin im GRM unter der Leitung von Pierre Schaeffer. Wer hat Zugang zur musique concrète? : « C’est une question d’ouverture de l’esprit, on l’a ou on ne l’a pas. » Sie findet immer die Mittel eine Partitur umzusetzen. Einzige Voraussetzung die Musik muss interessant sein. « J’ai toujours considéré que c’était difficile, mais qu’il fallait travailler. » Sie arbeitet gleichzeitig an einem Repertoir mit klassicher Musik : « je chantais dans les concerts à la radio, des concerts de musique classique. Donc ça n’avait rien à voir avec Pierre Schaeffer. » Keinen Widerspruch für sie zwischen Alter und Neuer Musik «comment est-ce que je peux faire les deux ? parce que c’est tous les deux, c’est de la musique. » Es war eine aufregende Zeit : « C’était le début de la musique électronique, c’était le début de la musique avec les disques […], des appareils avec plusieurs étages, pour pouvoir faire des choses à plusieurs voies. C’était passionnant parce que c’était une découverte. Ça n’avait jamais été fait. Et ça, c’étaient les inventions de Schaeffer. » Sie vertritt die GRM in Montréal (Kanada): « comme je parlais de l’anglais, ils m’ont envoyé là-bas pour représenter la France et la musique contemporaine en France ». Sie sang zahlreiche Uraufführungen von John Cage in Frankreich, des öftern zusammen mit Cathy Berberian. Cage hat ihr und Cathy Berberian sein Song Book Vol II (solos for voice 59-92) gewidmet. (1)

weiterführendes Material
Institut national de l’audiovisuel (INA): Simone Rist (Katalog)
Lieu de recherche
075 Log 230124 Simone Rist

Spezifische Angaben zum Aufenthalt von Simone Rist in Kanada fehlen
The Canadian Encyclopedia: Electroacoustic Music
Computer music is the application of digital technology to musical activity, such as computer-assisted composition, digital sound synthesis and, most recently, live performance with digital synthesizers using the MIDI (Musical Instrument Digital Interface) communications scheme. Computer music differs from other forms by using programs or software to control the process, and by representing sound as a series of numbers called samples. Some early computer-music systems in Canada were developed by Ken Pulfer of the National Research Council in 1969, Gustav Ciamaga and William Buxton at the University of Toronto, and Barry Truax at Simon Fraser University.

Since the mid-1980s, electroacoustic music production has increasingly utilized commercially produced hardware and software, including digital synthesizers and samplers controlled by the Musical Instrument Digital Interface (MIDI), communication protocol, and personal computers (PCs) equipped with sound cards and specialized software for assembling, processing and mixing sounds. Concert performance of elctroacoustic music may involve any of these devices interacting with live performers and visual elements, with the music projected into the space via multiple loudspeakers, a technique called sound diffusion. CD distribution of this type of music is generally on independent or private labels, Canadian examples being Empreintes Digitales in Montréal and Cambridge Street Records in Vancouver, who publish this music exclusively.

Electroacoustic techniques are used for both commercial and artistic types of music, the former usually associated with multi-track recording studios, and the latter with university and private studios as well as national radio networks in Europe. The first Canadian studios were established at the University of Toronto (1959) by Myron Schaeffer and at McGill University (1964) by Istvan Anhalt, and now are found in almost every university music faculty. Hugh Le Caine of the NRC was the most significant pioneer of electronic music in Canada through his design and construction of many specialized devices for composers and performers, including the first synthesizer, the Sackbut, in 1945.

Apart from universities, electroacoustic music is promoted in many Canadian centres by groups such as the Association pour la création et la recherche Électroacoustiques du Québec (ACREQ) in Montréal, the Music Gallery and Canadian Electronic Ensemble (CEE) in Toronto, Vancouver New Music and the Western Front Lodge in Vancouver, as well as by numerous composers, performers, the CBC and community radio stations. In 1986, a national association called the Canadian Electroacoustic Community (CEC) was formed to promote this music via festivals, a newsletter, recordings and the Internet. The International Computer Music Association (ICMA) has held three of its annual conferences in Canada, at Simon Fraser University in 1985, at McGill in 1991 and at the Banff Centre in 1995, and Canadian composers are frequent recipients of international awards. Today, electroacoustic music, despite the public’s lack of familiarity with its artistic forms, is an important aspect of musical life.

New Music: from Canada’s first electronic music studio to today’s New Music Festival
Posted by Tyler Greenleaf
January 17, 2019

Marcel Duchamp and John Cage «Reunion»
by Macauley Peterson

 

 

 

026 Log 221206 Susana Jiménez Carmona_écoute mutuelle

REFLEXIO 2022 | 2
Conférence
SUSANA JIMÉNEZ CARMONA
18h30 à l’Université Paris 8

Lieu de recherche

SUSANA JIMÉNEZ CARMONA
« Ici, les voix sont nombreuses »Cette conférence abordera trois travaux qui portent sur des lieux à la fois très particuliers et très génériques pour réfléchir sur la façon dont nous écoutons et nous nous rapportons aux lieux que nous habitons et à la multitude de voix humaines et non-humaines qui les composent. Ces travaux sont Una calle (Une rue, 2017), Esta no es mi casa (Cette maison n’est pas la mienne, 2021) et Lana negra (Laine noire, 2022). Le premier est un travail collaboratif de Cuidadoras de sonidos (un duo composé d’Anouk Devillé et Susana Jimenez Carmona) qui tente de souligner les liens intimes entre la Cañada Real Galiana (le plus grand campement irrégulier d’Europe, situé à la périphérie de Madrid) et la rue la plus centrale et emblématique de la ville, la Gran Vía. Esta no es mi casa est un travail réalisé en collaboration avec des membres du groupe de femmes migrantes et travailleuses domestiques Territorio Doméstico qui interroge ce qui fait d’une maison notre maison pour problématiser ce qu’on croit être le plus évident. Lana negra cherche des manières d’écouter, de prêter attention à la façon dont les non-humains avec lesquels nous cohabitons ont fait et font des territoires et des villes. Il essaie de le faire en accompagnant l’un des troupeaux de moutons qui vivent encore dans la ville de Cordoue. Ces travaux nous permettront de réfléchir sur les écoutes mutuelles, sur les complexités inépuisables des pratiques collaboratives, sur la cohabitation au-delà de l’humain, sur la politique des singularités et sur la singularité du public, sur la nécessité d’explorer d’autres manières d’habiter et d’écouter, sur la position du rôle de l’artiste et sur le sens d’envisager tout cela en faisant des arts sonores.

Susana Jiménez Carmona est artiste sonore et chercheuse. Docteure en Sciences Humaines et de la Culture, diplômée en Philosophie et musicienne, elle est professeure dans le Master en Arts Sonores de l’Université de Barcelone. Elle fait partie de Cuidadoras de sonidos et El paseo de Jane, a collaboré et collabore avec différents artistes et collectifs tels que Malú Cayetano, Silvia Zayas, Minty Donald, Nick Millar, Territorio Doméstico, Plata Lugar ou CAR Inland. Son travail a été montré dans des espaces tels que Museo Reina Sofía, Matadero Madrid, CaixaForum, CentroCentro, RNE, les festivals internationaux Creatures (Séville), Frinje (Madrid) et Tsonami (Valparaíso), etc.

 

Kommentar (BnF 221217)
Vortrag v. Susanna Jiménez Carmon, perfektes Französisch
vorgelesen, monoton, kein Bezug
Auswahl ihrer Projekte: Schaf mit Mikrophon (=Übergriff?/Schafhören?).
die Studierenden anerkennen die guten Absichten
auch bez. der Intervention von SJC in den Favelas vor den Toren Madrids?, die zu beforschen heutzutage ein MUST sei, so SJC (+Eingeständnis, dass sich nichts ändert für die Leute, die dort leben müssen – im Gegenteil…?).
20 Studierende seien dankbar, dass die Heizung läuft, so der Seminarleiter

Les Instants Chavirez zeichnen mitverantwortlich für Reflexio-Serie

  • Impro und Reflex. als neues Veranstaltungsformat
  • die Locations (concert/conférence) liegen denkbar weit auseinander
  • nicht dasselbe Publ.?
  • wie wird werden diese Veranstaltung zusammengeführt?
  • die Conférence von S. ist vgl. einem Seminar
  • Titel vielversprechend: Ici, les voix sont nombreuses
    .
  • Begriff der écoutes mutuelles
  • inhabiting the listening, practices of listening
  • Konzepte von écoute als écoute mutuelle
  • vgl. Écoute reduite (GRM)
  • vgl. Écoute élargie (HKB)
  • vgl. Deep listening (Oliveros)
  • → Ethym. hören, hearing, listening entendre, écouter
    .
  • Schriftkonzepte
  • Écriture automatique
  • Signalschriften (Adorno: inhuman), Datenschriften
  • Phonetische Schrift
  • Aufzeichnen
  • „automatic writing“ → Anfänge? Surrealisten interessieren sich für den état d’ésprit, das Unter/Un-Bewusste, die Dali-Welt?, bunt, Traum, schliesslich harmlos? hervorragend gemalt – mit dem automatic writings der Keruacs ed.all (?) hingegen  kommt einzig wahre?, auszukotzende, verlotterte, drogenabhängige, triebhafte Wesen zum Vorschein

 

 

 

025 Log 221204
Histoires statt History
bricolage et contre-culture 1950–1970


Recherche Kontext der 1960-1970 Jahre
Stichworte
– Bricolage und Contre-Culture
– Histories statt Histoire
– unterminieren des «grand récit»
– keine Histoire der kontinuerlichen Entwicklung

– alternative künstlerische Praktiken
– under-ground
– Politiken der Provokation
– la dénonciation de l’autorité technocratique
– self-made

 


Université d’été de la Bibliothèque Kandinsky, 3e édition
Les sources au travail :  Bricolage et contre-cultures à l’ère de la reproductibilité technique, 1950-1970 
Du 23 juin au 2 juillet 2016

Présentation
En lien avec l’exposition du Centre Pompidou sur la Beat Generation, l’Université d’été de la Bibliothèque Kandinsky prolonge la proposition expographique par un débat critique, tout en élargissant le propos aux paysages des contre-cultures et aux laboratoires intellectuels et artistiques qui les ont suscitées. Beats, Angry Young Men, Situs ou Provos, pratiques alternatives et scènes underground, c’est une génération contestataire, tenace à la fois dans la poétique et la politique de la provocation.

Pour les lectures critiques récentes appliquées aux phénomènes alternatifs des années 1960, aux «global sixties » et aux « modernités hippie », la contre-culture s’avère un défi historiographique insolent. Phénomène polyphonique, sans l’homogénéité d’un grand récit, ni la facilité des taxinomies historiques préétablies, les contre-cultures relèvent d’un autre régime d’analyse ancré dans le micro-événementiel, dans les biographies contextuelles, dans les langages et dans la culture matérielle du quotidien. Quelles pratiques de documentation et quelles méthodes d’analyse appliquer alors à un objet fuyant, constamment en évolution et en décalage avec les régimes d’historicité conventionnels ? Comment restituer au niveau discursif et de l’expérience artistique elle-même, les récits de la contre-culture ?  

C’est à l’aune de la culture matérielle et de ses « modes techniques d’existence » que de nouvelles analyses de la pratique contre-culturelle peuvent surgir. Il s’agit d’interroger différentes formes de l’imagination et de l’inventivité technique à l’œuvre, allant des pratiques d’autogestion à l’époque du bricolage, de l’assemblage et du do-it-yourself, des communautés de création et de la conscience collective. Il s’agit aussi de revenir sur cette ambivalence fondamentale que les contre-cultures entretiennent avec les technologies, tiraillées entre la dénonciation de l’autorité technocratique et l’avènement d’une nouvelle société de l’information, explorateurs d’une synthèse complexe entre pensée mystique et prospection cybernétique.

 

Programme
Jeudi, 23 juin 2016
10h00 – 11h30 – Présentation de l’Université d’été par les organisateurs suivie par un tour de table
11h30 – 12h15 – Franck Leibovici (artiste), « Diagrammes conversationnels »
12h15 – 13h00 – Présentation de l’atelier Bibliomatrix avec Yves Chaudouët et Jacques Lafon
14h30 – Beat Tour dans Saint-Germain-des-Près avec Rani Singh (Getty Research Institute)
18h30 – Ouverture publique de l’Université d’été de la Bibliothèque Kandinsky
Centre Pompidou, Bibliothèque Kandinsky avec Serge Lasvignes, Président du Centre Pompidou et Bernard Blistène, Directeur, Musée National d’Art Moderne, Centre Pompidou
19h00 – Conférence inaugurale. Fred Turner, Harry and Norman Chandler Professor in Communication, Stanford University : Before and After 1968: The American Counterculture and the Problem of Historical Continuity

Vendredi, 24 juin 2016. Cartographies des contre-cultures
9h30 – Lauren Richman (Southern Methodist University, Dallas): « action fotografie and Its Legacy: Embodying the Subterraneanin the German Democratic Republic »
10h00 – Elise Grandgeorge (Université Paris-Ouest Nanterre la Défense, Paris) : « Réflexions sur les réseaux transnationaux de la contre-culture : évènements et stratégies développés à Paris, 1964-1973»
10h30 – Adrian Matus (La Sorbonne- Paris IV) : «The Rebels with a Cause. The reception of the American Counterculture in Romania, Hungary, Poland, and Yugoslavia (1965-1980) »
11h00 – Natasha Boas (Berkeley Art Museum Pacific, Film Archives, San Francisco Art Institute): « Mission School 1990s »
11h45 – Andrés Davila (Université Paris 3 Sorbonne Nouvelle) : « De l’ethnographie expérimentale et de la cartographie extatique. William Burroughs dans le Putumayo »
14h – Préparation du Journal de l’Université d’été de la Bibliothèque Kandinsky, n°3 avec l’Atelier Bibliomatrix: questions pratiques, modalités de travail et objectifs
17h30 – 20h00 Atelier d’écriture 1 – Bibliothèque Kandinsky

Samedi, 25 juin 2016. Bricoler la Cité
9h30 – Grégory Marion (Université Paris 1 Panthéon- Sorbonne) : « « Le Saut du tigre » [1950-1970] : tropes, coups ; tactiques & manières de faire comme appareil critique du design à l’ère de la reproductibilité technique »
10h00 – Julie Dentzer (The Ohio State University): « Détournement / Retournement. Les décollages de Jacques Villeglé et Raymond Hains, les dessous d’affiches de Dufrêne »
10h30 – Tommaso Jacopo Gorla (EHESS, Paris): « The Reappropriation of the City. Urban bricolages in the work of Ugo La Pietra »
11h00 – Sally Cleary (Paris College of Art, Paris) – « InFLUX »
11h45 – Thomas Golsenne et Patricia Ribault – «Tactiques Bricologiques »
14h30 – 18h00 – Atelier d’écriture 2 – Bibliothèque Kandinsky

Lundi, 27 juin 2016. Soulèvements de la jeunesse et pratiques de publication alternatives. Modération: Benjamin Thorel (Section 7 Books/ EBABX, Bordeaux)
Journée de travail accueillie par la Bibliothèque Nationale de France avec la participation de Laurence Le Bras, conservatrice – Département des Manuscrits, Marie Minssieux, conservatrice – Département des Livres Rares et Emmanuel Guy (Parsons Paris)
9h30 –  Sylvain Monsegu (Université Paris Diderot – Paris 7) : « Le désordre a vingt ans : parcours politiques des lettristes (1946-1968) »
10h00 – Frédéric Alix (Université Paris-Ouest Nanterre la Défense, Paris) : « Isidore Isou et « le soulèvement de la jeunesse » : contre-culture de l’externité »  10h30 – Monica Amieva (Universidad Iberoamericana, Mexico City): « “Si la jeunesse ne se sauve pas, elle perdra le monde”. Lettrist Kladology as Despecialisation Pedagogy »
11h15 – Laurence Le Bras (BnF) – Sur le Fonds Guy Debord
11h45 – Emmanuel Guy (Parsons Paris), « Tactical Blueprints, Revolutioanry Proposals et autres techniques du coup du monde. Autour d’Alexander Trocchi »
12h15 – James Horton (Ecole Normale Supérieure/ Université Paris Diderot – Paris 7) : « Bulletins from nothing: Claude Pélieu and the cut-up international, 1963-1970 »
14h30 – Marie Minssieux – sur les publications contre-culturelles dans les collections de la Bnf
15h00 – 17h00 – Consultation des collections de livres rares BnF.

Mardi, 28 juin 2016 : Presse alternative. Modération Benjamin Thorel
9h30 – Benjamin Thorel, intervention cadre
10h00 – Thomas Bertail (La Sorbonne – Paris IV) : « Le SNCC Communication Department, un outil de lutte et d’émancipation de la jeunesse au cœur de l’Amérique ségrégationniste »
10h30 – Carlos Machado o Moura (Faculté d’Architecture de l’Université de Porto (FAUP)) : « Comix et bande dessinée dans la presse architecturale des années 60 et 70 »
11h15 – Deborah Birch (La Sorbonne – Paris IV) : « GOD IS AN ANTI-ENTROPIC VERB »
11h45 – Sara Martinetti (EHESS/INHA, Paris) : « L’International Mass Media Research Center, Bagnolet, 1973-1986 : collections documentaires et pratiques bibliographiques de Seth Siegelaub »
12h15 – Sacha Pevak (Université Paris VIII – Vincennes Saint-Denis) : « Le samizdat soviétique dans les années 1960-1980 : Du média d’artistes au médium artistique »
14h30 – Judith Delfiner – « Autour de la revue Semina de Wallace Berman »
15h30 – 18h30 – Atelier d’écriture 3 – Bibliothèque Kandinsky

Mercredi, 29 juin 2016 : Expérimentations « verbo-voco-visuelles » Modération : Maxime Guitton (CNAP)
9h30 – Maxime Guitton, intervention – cadre : en attente titre
10h00 – Alice Marquaille (Commissaire d’exposition indépendante, France) :  « Brion Gysin “Rien n’est  vrai, tout est permis“  »
10h30 – Ruben Coll Hernandez (Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid) : « From the magnetic fields to electromagnetic poetry: The role of audio technology in Henri Chopin’s poésie sonore »
11h45 – Pierre-Jacques Pernuit (Paris 1 Panthéon-Sorbonne) : « Thomas Wilfred et la Lumia Suite du MoMA (1964-1981) : intermédia et light-show »
14h30 – Après-midi de travail accueilli par la Bibliothèque de Documentation Internationale Contemporaine, Nanterre

Jeudi, 30 juin 2016 : Dispositifs psycho-technologiques. Modération : Maxime Guitton
9h30 – Cristina De Simone (Université Paris-Ouest Nanterre la Défense, Paris) : « Le magnétophone, outil de guerilla »
10h00 – Nicolas Brulhart (Swiss National Science Foundation Geneva University of Art and Design): « MIND CONTROL. Mental conditioning and experimental art in the Cold War Period (1960-1980) »
10h30 – Jelena Martinovic (University of Art and Design, Geneva): « T. R. Uthco et Marco Vassi : une étude comparative »
11h15 – Jean-Baptiste Véry (Université Paris-Ouest Nanterre la Défense, Paris) : « Le Crium Délirium Circus. Théâtro & Music Zizanie Association : un exemple de collectif français aux prémisses des affinités et attitudes contre-culturelles »
11h45 – Nicolas Ballet (Université Paris 1 Panthéon- Sorbonne /Institut national d’histoire de l’art (INHA)) : « Electronic Revolution. Dystopie des musiques industrielles sous influence burroughsienne »
14h00 – Installation collective – diagrammes conversationnelles avec Franck Leibovici – Musée Niveau 5 et remise du pdf final à l’imprimeur pour le Journal de l’Université d’été de la Bibliothèque Kandinsky
18h30 – Soirée publique : George Herms, “The Bricoleur of Broken Dreams”

Vendredi, 1 juillet 2016 : Cinéma et vidéo expérimentale. Modération : Enrico Camporesi et Jonathan Pouthier (MNAM/Centre Pompidou)
9h30 – Enrico Camporesi et Jonathan Pouthier, intervention cadre,
10h00 – Milo Adami (Università La Sapienza, Rome): « Antonello Branca et le documentaire comme happening »
10h30 – Diane Barbe (Université Paris 3 Sorbonne Nouvelle) : « Contre-cinéma » à Berlin dans les années 1960 et 1970 – Focus sur l’œuvre militante et féministe d’Helke Sander »
11h45 – Rinaldo Censi (Università di Bologna) :  « “I don’t like films with fixed images, I filmed this one in protest to the genre it belongs to”. Notes on Piero Bargellini’s Questo film è dedicato a David Riesman e s’intitolerà “Capolavoro” »

Samedi, 2 juillet 2016
10h00 – 13h00 : TABLE RONDE DE CLÔTURE et CONCLUSIONS
Remise du Journal de l’Université d’été de la Bibliothèque Kandinsky, Numéro 3

Comité de pilotage
Didier Schulmann, conservateur, Bibliothèque Kandinsky, MNAM/Centre Pompidou
Philippe-Alain Michaud, conservateur, MNAM/Centre Pompidou
Mica Gherghescu, historienne de l’art, Bibliothèque Kandinsky, MNAM/Centre Pompidou
Enrico Camporesi, attaché de conservation, MNAM/Centre Pompidou

 

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Cozette de Charmoy / Frédéric Acquaviva

Treffen mit Frédéric Acquaviva
Anlässlich der Ausstellung von Cozette de Charmoy
kratiert von Frédéric Acquaviva
Vernissage in Anwesenheit von Cozette de Charmoy

Cozette de Charmoy
Stühle für jene, die mit ihr sprechen möchten
damit sie sich nicht herunterbeugen müssen
wie unangenehm muss das für Cozette de Charmoy sein (im Rollstuhl)
die Vernissage ist gut besucht
entgegen meiner Erwartung keine Perf von F.

Es ist nicht möglich mit F. einen Interviewtermin zu vereinbaren
heute dies morgen das: Eröffnung, Bretagne, Achtung Bahn-Streik
zurück in Paris fliegt er in die USA
Recherchen in der Beinecke Library zu Altagor, mit einem kleinen Stipendium der Galerie Oudin
Weiterreise in eine Residency nach Mexio City: arbeitet an einer Komposition für 120-Stimmen

zur Sache:
zu den Studio- oder Arbeitsprotokolle von Chopin/Dufrêne
F. hat keine Ahnung, wo Dokumente zu den Aufnahmeverfahren zu finden sein könnten, keine Ahnung, nein wirklich, keine Ahnung. Wo der Nachlass von Chopin sei? In der Beinecke. Zu mehr lässt er sich nicht bewegen. Ob er eine Mail-Adresse von Barbara Wolman habe. Sie würde mir nicht mehr antworten (unklug, das zu erwähnen) Ob er die Publikationsrechte habe von Wolman (doppelt unklug). Ich solle ihm schreiben (was ich gemacht habe: Funkstille)

Warum die gesammelten Aufnahmen von Wolmans noch nicht veröffentlich worden seien? Es hapere bei Alga Marghen (so F.)